Husten: Lebensmittel

Eis essen gegen Husten

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Bei Husten und Halsschmerzen ein Eis zu essen gilt als Hausmittel, um die Symptome zu lindern. Es kann allerdings nur bedingt helfen und die Symptome sogar zum Teil verschlimmern. Im folgenden sollen die medizinischen Fakten und biologischen Zusammenhänge näher erläutert werden.

Medizinische Fakten

Bei Husten und Halsschmerzen ein Speiseeis zu essen, kann eine Erkältung nicht heilen. Ein Speiseeis zu essen, wird bei Husten und Halsschmerzen aber teilweise als angenehm empfunden und kann die Symptome vorübergehend lindern. Es kann aber auch den Rachenbereich reizen und im Nachhinein die Symptomatik verschlimmern. Milcheis fördert die Schleimproduktion, was bei trockenem Husten hilfreich sein kann. Bei Husten, der bereits mit Schleimproduktion einher geht, ist es hingegen nicht von Nutzen, ein Eis zu essen.

Biologischer Zusammenhang

Husten und Halsschmerzen, die bei Erkältungen auftreten, werden durch Viren oder Bakterien verursacht. Eis kann diesen Erregern nichts anhaben und daher auch eine Erkältung nicht heilen. Dennoch kann es sich auf die Symptome Husten und Halsschmerzen auswirken, ein Speiseeis zu essen. Bei erkältungsbedingtem Husten und Halsschmerzen sind die Schleimhäute der Atemwege angeschwollen und entzündet. Die Kälte des Eises führt dazu, dass sich die Zellen der Atemschleimhäute zusammenziehen und abschwellen, was oft als angenehm empfunden wird. 

Zudem hat die Kälte eine leicht betäubende Wirkung und kann daher Halsschmerzen lindern. Gleichzeitig kann Kälte aber auch zu einer Reizung der Schleimhaut führen, die sich bemerkbar macht, wenn die Betäubung wieder abklingt. Dadurch kann es passieren, dass der Hals stärker schmerzt als zuvor. Milcheis fördert zudem wie viele Milchprodukte die Schleimproduktion. Bei trockenem Husten kann das als angenehm empfunden werden.

Zu beachten

Nach einer Mandeloperation wird Patienten häufig Eis gegeben, daher kommt der Glaube, dass es bei Halsschmerzen oder Erkältungen hilft. Nach der Operation hat das Eis auch tatsächlich einen positiven Effekt: Die Kälte führt dazu, dass sich die Gefäße in der Halswunde zusammenziehen und beugt Nachblutungen vor.[1] Ein positiver Effekt bei erkältungsbedingten Halsschmerzen ist hingegen fraglich.