Husten Beim Baby: Personengruppe

Husten bei Baby (6 Monate)

© PantherMedia / Chalermchai Chamnanyon

Husten (Tussis) ist ein Symptom bei Babys, das mehrere Ursachen haben kann. Die wohl häufigste für einen akuten Husten ist eine Infektion der oberen Atemwege, also eine Erkältung (grippaler Infekt), die durch ein Virus ausgelöst wird. Gleichzeitig können typische Erkältungssymptome wie Schnupfen (Rhinitis) und Fieber (Pyrexie) auftreten. Weitere Ursachen können aber auch eine Lungenentzündung, eine Entzündung des Kehlkopfes oder der Luftröhre sein. Welche Möglichkeiten es gibt, starken, trockenen oder produktiven Husten bei einem Säugling im Alter von 6 Monaten zu behandeln, zeigt der folgende Text.

Behandlung bei Husten

Oftmals sind die Atemwege bei typischen Erkältungskrankheiten verschleimt und das Husten des Babys hört sich „feucht“ an. Dieser „feuchte“ Husten wird produktiver Husten genannt und sorgt dafür, dass der Schleim aus den Atemwegen nach außen abgehustet wird. Neben dem produktiven Husten gibt es auch noch den trockenen Reizhusten, der sich durch seinen bellend-lauten Klang auszeichnet. Hierbei wird kein Schleim produziert und auch nicht abgehustet.

Allgemeine Maßnahmen

Erkältungsinfektionen stellen für Babys meist eine große Belastung dar und können den Kleinen viel Energie rauben. Eltern sollten demnach unbedingt auf genug Ruhe und Schlaf achten. Ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit befeuchtet die angeschlagenen Schleimhäute und kann bestehenden Schleim lösen. Um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, können die Eltern nasse Wäsche in der Nähe des Babys aufhängen, eine Schale Wasser an die Heizung stellen oder in einen Luftbefeuchter investieren. Alternativ dazu kann das Baby auch mit ins Badezimmer genommen und für kurze Zeit warmes Wasser in der Dusche angestellt werden. Wichtig: Zu beachten ist hier, dass das Baby nicht in der Dusche stehen soll, sondern nur in der Nähe. [1]

Hausmittel gegen Husten bei Babys

Kräuterhustensaft

In einem Topf 250 ml Wasser, 1 TL Thymian, 1 TL Salbei, 100 g gehackte Zwiebel und 100 g braunen Kandiszucker mischen und so lange köcheln, bis der Kandiszucker aufgelöst ist. Abkühlen lassen und dem Baby 3-mal täglich einen Teelöffel des Saftes geben. Wichtig: Der selbst gemachte Hustensaft sollte nur verabreicht werden, wenn der Arzt eine Bronchitis oder eine schlimmere Krankheit ausgeschlossen hat, da diese dann separat behandelt werden müsste. [2]

Schmalzwickel

Warme Schmalzwickel sind entspannend, krampflösend und helfen zusätzlich, den Körper schneller von Krankheitserregern zu befreien. Hierzu einfach das vorgewärmte Schmalz auf einem (Geschirr-)Tuch verteilen und eingeschlagen sanft um die Brust des Babys wickeln. Der Schmalzwickel kann bis zur Abkühlung angelegt bleiben, sollte vor der Anwendung aber nur lauwarm sein, da ansonsten Verbrennungsgefahr besteht. [3]

Medikamente

Weiterführend gibt es hier einen kleinen Überblick über Wirkstoffe, die gegen Husten bei einem Säugling Anwendung finden können.

Thymianfluidextrakt/Primelwurzeltinktur

  • Behandlung von Bronchitis und Erkältungskrankheiten bei Babys und Kleinkindern
  • pflanzliches Arzneimittel
  • wirkt schleimlösend und beruhigt die Bronchien
  • Nebenwirkungen: Bei Säuglingen unter 12 Monaten kann häufiger Erbrechen (Emesis) vorkommen, selten Hautausschläge oder Schwellungen.
  • Wechselwirkungen: sind nicht bekannt. Bei der Einnahme von anderen Medikamenten ist Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker zu halten.
  • Dosierung: Säuglinge ab 6 Monaten 6-mal täglich 1,0 ml Elixier
  • Medikamente: z. b. Bronchicum® Elixier, Bronchicum® Saft [4] [5]

Efeublättertrockenextrakt

  • wirkt schleimlösend
  • erleichtert das Abhusten und entspannt die Bronchien
  • pflanzliches Arzneimittel
  • Die Anwendung bei Säuglingen unter einem Monat kann nicht empfohlen werden.
  • Nebenwirkungen: Erbrechen (Emesis) und Durchfall (Diarrhoe)
  • Wechselwirkung: Es sind keine Wechselwirkungen bekannt.
  • Dosierung: Säuglinge von 1 bis 12 Monaten 1–2-mal täglich 2,5 ml Saft
  • Medikamente: z. B. Prospan® Hustensaft, Sinuc® [6] [7]

Zu beachten

Um die Genesung des Kindes zu fördern, sollte während des gesamten Krankheitsverlaufes nicht in der Nähe des Babys geraucht werden, da Tabakrauch sehr austrocknend wirkt. Hält der Husten länger als einige Tage an, sollte unmittelbar Rücksprache mit einem Arzt gehalten werden.