Husten Beim Kind: Krankheitstypen

Starker Husten mit Fieber (bei Kindern)

© PantherMedia / Jennifer Huls

Wenn starker Husten, der von Fieber begleitet wird, bei Kindern auftritt handelt es sich häufig um eine Grippe (Influenza). Aber auch eine Erkältung, Bronchitis oder Lungenentzündung (Pneumonie) sind mögliche Auslöser.

Folgend sollen medizinische Fakten, biologische Zusammenhänge und mögliche Risiken näher erklärt werden.

Medizinische Fakten

Wenn bei Kindern Fieber auftritt kann dies Symptom für eine ganze Reihe von Erkrankungen sein. Starker Husten mit Fieber tritt bei Kindern in den meisten Fällen in Zusammenhang mit einer Grippe (Influenza) oder einer Erkältungserkrankung auf. Die Symptome dauern über einen Zeitraum von wenigen Tagen an und sind anschließend reversibel. Starker Husten in Begleitung mit Fieber tritt allerdings nicht nur in Zusammenhang mit einer Grippe oder einer Erkältung auf. Auch eine Bronchitis oder eine Lungenentzündung (Pneumonie) können für die Symptomatik verantwortlich sein.

Eine Bronchitis zeichnet sich durch Auswurf, röchelnde bzw. auch pfeifende Atmung sowie bei Husten möglicherweise auftretendes Erbrechenaus.
Im Fall einer Lungenentzündung zeigt sich eine beschleunigte und flache Atmung. Außerdem treten häufig Bauchschmerzen und Durchfälle beim erkrankten Kind auf.

Außerdem muss differentialdiagnostisch bei Kindern unbedingt darauf geachtet werden, dass Keuchhusten, Krupphusten und Diphterie (bei nicht vorhandener Impfung) ausgeschlossen werden können. [1]

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Kinder sind anfällig für Erkältungen und Grippe (Influenza), da das Immunsystem nicht seine volle Stärke erreicht hat. Außerdem ist der Weg den ein Virus bis zur Lunge zurücklegen muss kürzer, da Kinder kleiner sind. Daher ist die Infektion einfacher.

Wenn die Körpertemperatur 38,3 °C überschreitet spricht man von Fieber. Die Ursache für Fieber sind Substanzen, die unter dem Begriff Pyrogenezusammengefasst werden. Des Weiteren wird zwischen endogenen und exogenen Pyrogenen unterschieden. Bei exogenen Pyrogenen handelt es sich um Substanzen bzw. Toxine, die von Krankheitserregern ausgeschieden werden, um die Körpertemperatur nach oben zu regulieren. Sie werden von Immunzellen registriert, die ihrerseits endogene Pyrogene zu produzieren beginnen. Endogene Pyrogene werden vom Körper selbst produziert. Zu den wichtigsten endogenen Pyrogenen gehören Interleukin-1, Tumornekrosefaktor und Interferone. Endogene Pyrogene wirken im Hypothalamus, da in diesem Hirnbereich die Regulation der Körpertemperatur stattfindet. Fieber hilftdem Körper gegen eine Infektion vorzugehen. Zum einen können sich manche Mikroorganismen nicht mehr so gut vermehren wie bei Normaltemperatur, zum anderen werden Immunzellen stärker aktiviert und können besser das Gewebe durchdringen.

Husten wird bei einer Erkältung oder Influenza durch eine lokale Entzündungsreaktion ausgelöst. Resultat ist unter anderem eine Schwellung und möglichweise Schleim. Dies wird von speziellen Dehnungsrezeptoren (Mechanorezeptoren) als Fremdkörper erkannt und löst im Hustenzentrum der Medulla oblangata einen Hustenreflex aus. Dieser dient der Reinigung der Atemwege. [2]

Zu beachten

Bei Verdacht auf eine akute Bronchitis oder Pneumonie, sowie anhalten der Symptome über 2 Wochen hinaus ist ein Arztbesuch obligat. [3]