Husten Reizhusten: FAQ

Akuter Hustenreiz (Hausmittel)

© PantherMedia / David Stuart

Husten (Tussis) tritt in der Regel akut im Rahmen von Infekten der Atemwege auf und verschwindet auch mit dem Ende der Erkrankung. Die durch die Infekte hervorgerufenen Entzündungen der Schleimhäute der Atemwege und Bronchien bewirken eine Reizung und lösen damit den Hustenreiz aus. Dieser kann vor allem in den nächtlichen Stunden schlafraubend und kräftezehrend sein. Gegen den akut auftretenden Hustenreiz gibt es verschiedene Hausmittel. Welche Hausmittel wirksam sind und wie sie angewendet werden sollten, wird im Weiteren näher ausgeführt.

Hausmittel gegen den akuten Hustenreiz

Allgemein ist es wichtig, während einer Erkrankung viel zu trinken, mindestens 2 Liter pro Tag. Am besten wird der Flüssigkeitsbedarf mit Wasser und Tees gedeckt. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr bewirkt eine Befeuchtung und damit Pflege der gereizten Atemwege sowie eine Lösung des festsitzenden Schleims. Diese Effekte unterstützt eine feuchte Raumluft. Um diese zu sichern, empfehlen sich einen Luftbefeuchter oder einfach die Platzierung einer Schüssel mit Wasser im Raum.

Honigmilch mit Zwiebel

Honig und Zwiebeln weisen eine entzündungshemmende sowie beruhigende Wirkung auf die Schleimhäute der Atemwege auf. Für Honigmilch mit Zwiebel wird einfach eine kleine Zwiebel fein gehackt und in einer Tasse Milch etwa 5 Minuten lang gekocht. Anschließend wird die Milch auf Trinktemperatur abgekühlt und abgeseiht. Noch einen Löffel Honig hinzugeben und das Gemisch in kleinen Schlucken trinken. Die Anwendung kann bis zu dreimal täglich erfolgen.[1]

Salbei

Die antibakterielle Wirkung von Salbei bewirkt eine Linderung des Hustenreizes und pflegt die Schleimhäute. Salbei kann in Form von Bonbons oder Tee zu sich genommen werden. Die Bonbons haben den Vorteil, durch ihre speichelfördernde Wirkung auch die Schleimhäute gut zu befeuchten. Der Tee führt dem Körper zusätzlich Wärme und Flüssigkeit zu. Für seine Herstellung werden acht frische, gezupfte Salbeiblätter in 0,2 Liter kochendes Wasser gegeben und etwa eine Viertelstunde ziehen gelassen. Mit dieser Lösung sollte alle ein bis zwei Stunden gegurgelt werden.[2]

Thymian

Nicht nur Salbei wirkt sich positiv auf den Hustenreiz aus. Häufige Bestandteile von Erkältungstees sind meist auch Süßholzwurzel, Efeu, Fenchel, Spitzwegerich und Thymian.[3] Neben der Flüssigkeitszufuhr und der Pflege der Schleimhäute weist z.B. gerade Thymian eine krampf- sowie schleimlösende und antibakterielle Wirkung auf. Er lindert den akuten, belastenden Hustenreiz. Für Thymiantee werden ein bis zwei Teelöffel Thymiankraut in einem Viertelliter kochendem Wasser 10 Minuten ziehen gelassen und anschließend durch ein Sieb gegeben. Thymiantee kann nach Bedarf getrunken werden.[4]

Zu beachten

Zu den Risikogruppen für Atemwegsinfektionen gehören Personen mit einem geschwächten Immunsystem, wie z.B. Kinder oder ältere Menschen, Raucher, Personen mit vorausgegangenen chronischen Atemwegserkrankungen sowie Personen, welche schädlichen Umweltbedingungen ausgesetzt sind. Bei ihnen ist nicht nur das Infektionsrisiko erhöht, auch der Krankheitsverlauf gestaltet sich oftmals schwerer. Hier sind die genaue Überwachung des Krankheitsverlaufes und eine zeitige Rücksprache mit einem Arzt ratsam. Sollte der Husten nach mehr als einer Woche der Selbstbehandlung keine Besserung aufweisen, sollte ein ärztlicher Rat eingeholt werden. Bei einem länger als 8 Wochen andauernden Hustens wird dieser als chronisch bezeichnet und es sollte ein Arzt zur Abklärung der genauen Ursache aufgesucht werden. Bei zusätzlichen Symptomen wie Fieber (Pyrexie) oder blutigem Auswurf sollte unverzüglich Rücksprache mit einem Arzt gehalten werden.[5] Bei derAnwendung von Hausmitteln sollte immer auf Unverträglichkeiten geachtet werden und entsprechend ihr Einsatz unterlassen bzw. eingestellt werden.