Schnupfen Beim Baby: Begleiterscheinungen

Baby 3 Monate (Husten u. Schnupfen)

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Schnupfen (Rhinitis) und Husten (Tussis) sind Symptome bei verschiedenen Erkrankungen, können aber auch eigenständig auftreten. Dabei sind Menschen jeden Alters betroffen, selbst Neugeborene und Babys. Bei ihnen fallen die Symptome oft schwerer aus als bei Erwachsenen. Husten und Schnupfen bei einem Baby (3 Monate) sind nichts Ungewöhnliches. Was die Ursachen sind, wie die Symptome behandelt werden können und was beachtet werden muss, soll in den folgenden Abschnitten erklärt werden.

Medizinische Fakten

Gleichzeitig auftretender Husten und Schnupfen deuten bei 3 Monate alten Babys auf eine Infektion der Atemwege hin. Für die laufende Nase und den Husten sind die entzündeten und dementsprechend angeschwollenen Schleimhäute des Hals- und Rachenraumes verantwortlich. Da Säuglinge nicht willentlich durch den Mund atmen können, ist eine Erkältung für sie in den ersten Monaten ein größeres Problem als für Erwachsene. Ist die Nasenatmung blockiert, atmen Erwachsene automatisch durch den Mund. Babys hingegen bekommen akute Luftnot, sobald die Nase verstopft ist. Gefährlich ist dies jedoch nicht, denn sie können nicht an Schnupfen ersticken. Ist die Nase über einen gewissen Zeitraum hinweg zu, fangen Babys reflektorisch an zu schreien. So gerät Luft über den Mundraum in die Lungen.[1]

Generell erkranken Säuglinge wesentlich häufiger an Husten und Schnupfen als Erwachsene, da ihr Immunsystem noch nicht voll entwickelt ist. So werden die Erreger erst später erkannt und auch weniger effektiv bekämpft. Aus diesem Grund kann mit einer Dauer von einer bis hin zu drei Wochen gerechnet werden. Nicht immer ist eine Infektion der Atemwege für die Symptome verantwortlich. Auch externe Reizstoffe (Staub, Chemikalien, Gase, Pollen, Tierhaare), auf die Säuglinge aufgrund der sensiblen Schleimhäute empfindlicher als Erwachsene reagieren, können die Begleiterscheinungen auslösen.[2] 

Biologischer Zusammenhang

Werden Husten und Schnupfen durch Infektionen verursacht, so sind Viren die Ursache der Beschwerden. Viren dringen über die Atemwege in den Körper ein und befallen die Zellen der Schleimhäute. Hier lösen sie lokale Entzündungsreaktionen aus, indem sie die Zellen angreifen. Der Husten ist ein Schutzreflex des Körpers. Er dient dazu, Fremdkörper und potenziell schädliche Substanzen aus den Atemwegen zu entfernen und sie so vor Schädigung zu schützen.

Schnupfen entsteht durch die Aktivierung des Immunsystems. Durch dessen Aktivierung wird die Durchblutung gesteigert. Aufgrund des Anschwellens der Blutgefäße schwellen auch die Schleimhäute an und die Nase zu. Das vermehrte Nasensekret setzt sich aus abgetöteten Krankheitserregern und verbrauchten Zellen des Immunsystems zusammen. Es dient dem Abtransport diese Substanzen aus dem Körper.[3]

Zu beachten

Auch eine chronische Entzündung kann hinter Husten und Schnupfen stecken. In einem solchen Fall ist die Prognose umso besser, je früher ein Arzt konsultiert wird. Husten, der länger als drei Wochen nennt man auch:

  • Krupphusten
  • oder Keuchhusten

Beide Erkrankungen gehen für das Baby mit schweren Symptomen einher und sollten ebenfalls so schnell wie möglich ärztlich behandelt werden.[4]


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen