Schnupfen Beim Baby: Begleiterscheinungen

Baby hat Schnupfen (+Schleim im Hals)

© PantherMedia / Ruslan Olinchuk

Bei Schnupfen (Rhinitis) schwellen die Schleimhäute an und es kommt zu einer vermehrten Sekretproduktion. Bei einem Baby zeigt sich Schnupfen durch ähnliche, teilweise aber auch durch von Erwachsenen abweichende Symptome.

Wie sich Schnupfen bei Babys äußert, was dabei beachtet werden muss und warum es auch häufig zu Schleim im Hals kommt, soll im Folgenden geklärt werden.

Medizinische Fakten

Schnupfen in Kombination mit Schleim im Hals tritt bei Babys, gerade nach Wegfall des sogenannten Nestschutzes (zum 8.-9. Lebensmonat), oft auf. Einklares oder milchiges Sekret weist daraufhin, dass die Symptome allein durch Viren verursacht wurden. Ein gelbes Sekret kann auf eine bakterielle Zweitinfektion (Superinfektion) hindeuten. Da Babys noch Schwierigkeiten haben, durch den Mund zu atmen, sollten sie immer gut überwacht werden.

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Bei Schnupfen kommt es zu klassischen Symptomen: Die Schleimhäute in der Nase schwellen aufgrund einer erhöhten Durchblutung an. Gleichzeitig wirdvermehrt Nasensekret produziert. In diesem sind abgetötete Krankheitserreger sowie verbrauchte Zellen des Immunsystems enthalten.

Dabei kann sich viel Sekret in der Nase ansammeln. Läuft dieses nicht nach außen ab, kann es unter Umständen über die Nase in den Rachen und von da aus auch in den Hals gelangen. Eine geringe Menge an Sekret, die in den Hals gelangt, kann in der Regel einfach runtergeschluckt werden. Eventuell enthaltene Krankheitserreger gelangen dann in den Magen und werden hier aufgrund des sauren Milieus abgetötet.

Gelangt allerdings viel Sekret in den Hals oder ist dieses sehr zähflüssig, kann es für Babys schwierig werden, dieses alleine abzuhusten. Eltern können helfen, indem sie ihr Baby auf den Bauch drehen und leicht auf den Rücken klopfen. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass das Baby viel trinkt. So wird das Sekret flüssiger gehalten.[1]

Risiken

Bei Babys, die sich viel bewegen, schon alleine krabbeln oder sogar laufen, fließt der Schleim in der Regel allein durch die Schwerkraft von selber nach außen ab.Gefährlich wird es bei Babys, die sehr ruhig sind und viel liegen. Durch die waagerechte Haltung kann Schleim leicht den „umgekehrten“ Weg nehmen und in den Hals laufen. Bei Babys mit Schnupfen sollte deshalb immer, wenn sie liegen,ein Handtuch unter den Kopf gelegt werden. So liegt der Säugling erhöht und das Nasensekret läuft eher nach außen ab.[2]

Ein Arzt sollte aufgesucht werden, wenn:

  • Sich nach drei Tagen keine Besserung der Symptome zeigt
  • Fieber (Pyrexie) hinzukommt
  • Das Baby nicht mehr trinkt[3]

Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen