Schnupfen Beim Baby: Begleiterscheinungen

Baby (Husten u. Schnupfen)

© PantherMedia / Nils Julia Weymann Pfeifer

Husten (Tussis) und Schnupfen (Rhinitis) treten bei Säuglingen häufig auf. Sie können hier andere Ursachen und andere Auswirkungen als bei Erwachsenen haben. Generell gilt daher, ein Baby mit Husten und Schnupfen gut zu beobachten. Wie Husten und Schnupfen bei Säuglingen entstehen, was dabei in den sich entwickelnden Körpern passiert und was beachtet werden muss, sind die Themen, die im folgenden Artikel erörtert werden sollen.

Medizinische Fakten

Husten (Tussis) und Schnupfen (Rhinitis) treten bei Babys meisten im Zusammenhang mit einer Erkältung oder Grippe (Influenza) auf. Nicht selten gehen diese auch mit erhöhter Temperatur einher. Besonders nach dem Wegfall des Nestschutzes um den 8. – 9. Monat sind Husten und Schnupfen mit die häufigsten Erkrankungen im Baby-Alter. Vor diesem Alter haben Babys noch eine gewisse Immunität gegen Infektionen, die sie von ihrer Mutter mitbekommen haben. Nach Wegfall des Nestschutzes ist das Immunsystem des Neugeborenen aber nicht ausgebildet. Es befindet sich noch in der Entwicklung.[1]

Biologischer Zusammenhang

Husten und Schnupfen werden bei Infektionskrankheiten direkt durch die Erreger ausgelöst. Diese rufen auf den Hals- und Nasenschleimhäuten lokale Entzündungen hervor. Das Immunsystem wehrt sich gegen die Krankheitserreger, indem es mit körpereigenen Fresszellen (Makrophagen) und natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) die befallenen Zellen angreift. In diesem Zusammenhang kommt es zur Ausschüttung von Botenstoffen (wie Cytokinen), die für die Entzündungsreaktion und somit für das Anschwellen der Schleimhäute und die daraus resultierenden Symptome verantwortlich sind.[2]Das Nasensekret bei Schnupfen besteht demnach einerseits aus abgetöteten Krankheitserregern und andererseits aus verbrauchten Zellen des Immunsystems.

Zu beachten

Eine einfache Erkältung ist in der Regel nicht gefährlich. Ansonsten gesunde Neugeborene überstehen sie ohne große Probleme. Eine Grippe kann schon gefährlicher werden. Insbesondere wenn folgende Komplikationen auftreten, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden:

  • Fieber (Pyrexie) über 40 Grad oder über mehre Tage
  • Baby trinkt nicht mehr
  • Baby weint auffallend häufig

Bleiben Husten und Schnupfen über einen Zeitraum von mehr als zwei Wochen bestehen, sollte ebenfalls ein Arzt aufgesucht werden. Bei Babys können hinter Husten und Schnupfen noch einige andere Erkrankungen stecken, wie zum Beispiel Mukoviszidose oder Keuchhusten. Je eher diese Erkrankungen erkannt und behandelt werden, desto komplikationsärmer ist die Behandlung.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen