Schnupfen Beim Baby: Begleiterscheinungen

Baby 4 Monate (Husten u. Schnupfen)

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Husten (Tussis) und Schnupfen (Rhinitis) sind häufige Beschwerden – auch schon bei Babys. Bei einem 4 Monate alten Baby muss beachtet werden, dass dieses die Mundatmung noch nicht gelernt hat. Ein Schnupfen kann aber entgegen der häufigen Befürchtung nicht zu Ersticken führen.

Wie Schnupfen und Husten entstehen, was im Körper passiert und was bei einem Baby zusätzlich beachtet werden muss, soll im Folgenden erklärt werden.

Medizinische Fakten

Husten und Schnupfen deuten bei 4 Monate alten Babys auf eine akute Atemwegsinfektion hin. Dabei schwellen die Schleimhäute des Hals- und Rachenraumes entzündlich an und sorgen so für Husten und eine laufende Nase. In der Regel ist Husten und Schnupfen aber nicht gefährlich.Babys erkranken jedoch wesentlich häufiger an Atemwegsinfektionen als Erwachsene. Bei ihnen ist das Immunsystem noch nicht vollständig entwickelt. Krankheitserreger werden so vom Körper erst später erkannt und weniger effektiv bekämpft.

Husten und Schnupfen können beim Baby bis zu zehn Mal pro Jahr und öfter auftreten. In der Regel halten die Beschwerden etwa eine bis drei Wochen lang an.

Husten und Schnupfen können weiterhin auch durch externe Reizstoffe wie Staub, Chemikalien oder Gase sowie durch Pollen oder Tierhaare ausgelöst werden. Babys reagieren wegen ihrer noch sehr empfindlichen Schleimhäute auf diese Faktoren weitaus empfindlicher als Erwachsene.[1]

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Bei einer Infektion der Atemwege kommt es zu klassischen Reaktionsmechanismen des Körpers: Durch eine verstärkte Durchblutung sollen die Krankheitserreger schneller bekämpft werden. Dadurch schwellen die Blutgefäße und somit auch die Schleimhäute an. Es kommt zu einer verstopften Nase. Zusätzlich wird vermehrt Nasensekret gebildet, welches sich aus verbrauchten Zellen des Immunsystems und abgetöteten Krankheitserregern zusammensetzt. Da Babys sich noch nicht die Nase selber putzen können, sollten die Eltern dieses regelmäßig entfernen.

Da Säuglinge nicht willentlich durch den Mund atmen können, müssen sie bei einer verstopften Nase schreien, um Luft zu bekommen. Bekommen sie einmal keine Luft mehr, so ist das Schreien ein natürlicher Reflex. Ein Baby kann also nicht an Schnupfen ersticken.

Husten ist auf eine Reizung der Schleimhäute zurückzuführen. Der Hustenstoß dient dazu, Fremdkörper und Reizstoffe aus dem Hals zu entfernen. [2]

Risiken

Einen einfachen Schnupfen kann das Baby in der Regel problemlos überstehen. Eltern sollten ihr Baby während dieser Zeit aber nicht unbeaufsichtigt lassen. Damit Babys nachts besser schlafen, ist es gut, den Kopf mit einem Handtuch zu erhöhen. So kann das Sekret besser abfließen.

Ein Arzt muss dann aufgesucht werden, wenn:

  • die Beschwerden nach einer Woche nicht besser werden
  • das Baby nicht mehr trinkt
  • Fieber (Pyrexie) hinzukommt[3]

Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen