Schnupfen Beim Baby: Begleiterscheinungen

Baby 5 Monate (Husten u. Schnupfen)

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Bei Säuglingen im Alter von fünf Monaten deuten Husten und Schnupfen häufig auf einen akuten Infekt der oberen Atemwege hin. Der Infekt kann mit typischen Symptomen wie Lethargie und Appetitlosigkeit einhergehen und äußert sich nicht gezwungenermaßen in einer Erhöhung der Körpertemperatur. Im Folgenden sollen die medizinischen Fakten, der biologische Zusammenhang und mögliche Komplikationen dieser Beschwerdekonstellation ausführlicher erläutert werden.

Medizinische Fakten

Husten und Schnupfen bei Säuglingen unter einem halben Jahr sind oft Ausdruck einer akuten Erkältungsinfektion mit Rhinoviren, die zunächst den Nasen-Rachen-Raum befallen und anschließend auf die unteren Atemwege und Nasennebenhöhlen übergehen. Zu den klassischen Erregern einer solchen Infektion zählen zudem Coronaviren, Coxsackieviren und Adenoviren [1].

Zwischen dem dritten und vierten Lebensmonat verlieren Säuglinge ihre so genannte Leihimmunität. Hiermit werden im Allgemeinen Antikörper gemeint, die in den letzten Wochen der Schwangerschaft von der Mutter diaplazentar auf das Kind übertragen wurden. Im ersten halben Jahr nach der Geburt kann es daher zu sich häufenden und besonders heftig verlaufenden Infekten kommen. Der erste Kontakt zu Erregern im Rahmen einer Erkältung unterstützt das Kind aber auch dabei, sein eigenes Immunsystem aufzubauen.

Begünstigt wird die Entstehung einer Erkältung durch Unterkühlung, Stress, Mangelernährung, Abwehrschwäche und engen Kontakt zu erkrankten Personen. Die Übertragung erfolgt in den meisten Fällen durch eine Tröpfcheninfektion über den Luftweg oder direkten Kontakt [2].

Säuglingen fällt es in der Regel schwer durch den Mund zu atmen und sich durch Schnäuzen von dem sich ansammelnden Sekret in der Nase zu befreien. Aus diesem Grund bedeutet es für Säuglinge eine vermehrte Anstrengung, während einer Erkältung Luft zu holen. Um sich ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen, schreien Säuglinge in dieser Zeit häufig viel [3]. Weitere unspezifische Symptome einer Erkältung sind Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Im Verlauf können zudem erhöhte Temperaturen, Trinkschwäche, gerötete Augen und Berührungsempfindlichkeit auftreten. 

Biologischer Zusammenhang

Schnupfen wird in den meisten Fällen durch ein Anschwellen der Schleimhäute im Nasen-Rachen-Raum verursacht. Erreger aktivieren das Immunsystem, die Blutgefäße der Schleimhaut erweitern sich und Immunzellen dringen zum Infektionsherd vor. Die Zellen der Schleimhaut produzieren dünnflüssiges, farbloses bis gelbliches Sekret, das die Erreger aus dem Körper transportieren soll. Verlagert sich die Infektion durch abfließendes Sekret in den unteren Rachenbereich und die Bronchien, provoziert die Reizung der dortigen Schleimhäute Husten [4].

Zu beachten

Mögliche Folge einer Erkältung bei Säuglingen ist die Entstehung von Pseudokrupp. [2] Hierbei handelt es sich um eine Entzündung des Kehlkopfbereichs, die sich in schweren Fällen als akute Atemnot manifestiert und deswegen behandelt werden sollte.


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen