Schnupfen Beim Baby: Personengruppe

Schnupfen (Baby 7 - 8 Monate)

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Schnupfen ist eine weit verbreitete, häufig vorkommende Krankheit. Zu den Leitsymptomen zählen eine laufende oder zugeschwollene Nase, allgemeine Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Außerdem können Husten, Fieber und Hals- oder Kopfschmerzen auftreten. Zu Schnupfen kommt es meist im Rahmen einer einfachen Erkältung. Babys sind grundsätzlich anfälliger als Erwachsene und haben im Durchschnitt 7 bis 10 Mal im Jahr einen Schnupfen. In den meisten Fällen erweist sich Schnupfen als ungefährlich und heilt innerhalb einiger Tage auch ohne die Einnahme von Medikamenten wieder aus. Dennoch kann der Allgemeinzustand des Babys beeinträchtigt sein, da es nicht wie gewohnt durch die Nase atmen und daher Probleme beim Trinken und beim Einschlafen bekommen kann. [1][2]

Behandlung bei Schnupfen (Baby 7-8 Monate)

Die häufigste Ursache für einen Schnupfen ist eine Infektion mit Viren im Rahmen einer Erkältung. Vor allem in den kalten Jahreszeiten ist das Ansteckungsrisiko hoch. Ein Infekt-bedingter Schnupfen entwickelt sich meistens über 1 bis 2 Tage und braucht eine gute Woche, um wieder auszuheilen. Eine andere mögliche Ursache für eine verstopfte Nase können kleine Gegenstände sein, die sich das Baby ungesehen in die Nase gesteckt hat. Auch Erregung und andauerndes Schreien können die Nasenschleimhäute eines Babys dermaßen anschwellen lassen, dass es schnupfenähnliche Symptome zeigt. Wenn der Schnupfen tendenziell zu einer bestimmten Tages- oder Jahreszeit oder nach Kontakt mit Tieren auftritt, verbirgt sich dahinter vermutlich eine allergische Ursache. In diesem Fall sollte die genaue Diagnose und das weitere Vorgehen mit einem Kinderarzt besprochen werden. Im Folgenden wird nur auf die naheliegendsten Diagnosen eingegangen. [3][5]

Allgemeine Maßnahmen:

Im 2. Lebenshalbjahr haben die meisten Babys bereits mindestens einen Schnupfen durchgemacht. Den folgenden Erkältungen begegnen die Kinder selbst und auch die Eltern daher meist gelassener. Da Babys im Alter von 7-8 Monaten bereits über die Möglichkeit verfügen, ihren Oberkörper in die Senkrechte zu bringen und einige Stunden am Stück durchschlafen, gelingt ihnen der Umgang mit einer verstopften Nase leichter als jüngeren Babys. Um den Heilungsprozess zusätzlich zu unterstützen, sollten zu große Anstrengungen vermieden werden. Das Baby benötigt ausreichend Schlaf und Flüssigkeitszufuhr. Mit 7-8 Monaten können Flüssigkeiten in Form von Muttermilch, Milchersatznahrung, Wasser und milden Tees zugeführt werden. Die Raumluft sollte immer frisch und nicht zu trocken sein. Das kann durch regelmäßiges Lüften und moderates Heizen erreicht werden. Zum Schlafen ist eine Temperatur von 20°C ideal, um das Baby weder auszukühlen, noch zu überhitzen. Die Nase sollte regelmäßig mit einem weichen Papiertaschentuch abgewischt und mit Vaseline oder einer anderen parfumfreien Heilsalbe eingerieben werden. Bei vermehrtem oder fest sitzendem Schleim kann ein Nasensauger besser helfen als gewöhnliche Taschentücher. Wenn der Schleim besonders tief sitzt oder wenn zusätzlich Husten auftritt, können die Eltern den Rücken des Babys klopfen oder massieren, um eine Lockerung zu fördern.[1][6]

Hausmittel/Anwendungen:

Es gibt einige Naturheilmittel, die besonders sanft und trotzdem wirksam gegen Schnupfen eingesetzt werden können. Kräuter wie Thymian, Majoran, Kamille und Lavendel wirken beruhigend auf die Atemwege und können dem Badewasser zugesetzt werden oder mit heißem Wasser aufgegossen in die Nähe des Babys gestellt werden, so dass es die Dämpfe einatmet. Besonders einfach in der Anwendung und schnell wirksam sind Kochsalzlösungen oder Muttermilch, die mit einer Pipette direkt in die Nasengänge des Babys geträufelt werden können und den festsitzenden Schleim verdünnen. Ebenso können homöopathische Nasentropfen mit Euphorbia angewendet werden. Zu einigen weiteren homöopathischen Wirkstoffen, die bei Säuglingsschnupfen eingesetzt werden, gehören:

  • Nux vomica: Bei verstopfter Nase und häufigem Niesen eines überreizten Babys. Das Baby verträgt Wetterwechsel, sowie kaltes, feuchtes Wetter schlecht. Sein Zustand bessert sich unter Wärmezufuhr. Nachts ist die Nase verstopft, tagsüber läuft sie.
  • Sambucus nigra: Bei einem ausgereiften Schnupfen, der schon einige Tage besteht und der sich an der frischen Luft bessert. Aus der Nase läuft dicker, gelber Schleim. Bei trocken verstopfter Nase, die das Baby am Trinken und Schlafen hindert. Besserung tritt durch Wärme und Bewegung ein. [2][3][4]

Medikamente:

Abgesehen von der Gabe sanfter Naturheilmittel sollte niemals ein Medikament ohne ärztliche Anweisung verabreicht werden. Es kann zu allergischen Reaktionen oder Unverträglichkeiten kommen und im schlimmsten Fall zu Nebenwirkungen wie Atemaussetzern und komatösen Zuständen. Erst wenn sich der einfache Schupfen zu einer Lungen- oder Mittelohrentzündung oder zu einer Bronchitis entwickeln sollte, kann die Gabe von Medikamenten notwendig werden. Erste Anzeichen dafür können Fieber über 38,5°C, andauernder Husten, Trinkverweigerung und Durchfall sein. Beim Auftreten dieser Symptome sollte schnell ein Arzt aufgesucht werden, der bei Bedarf säuglingsgerechte Antibiotika, Fiebersenker oder Schleimlöser verschreibt. [1][3]

Zu Beachten

Mit 7-8 Monaten sind Babys sehr anfällig für eine Erkältungserkrankung mit Schnupfen. Sie verfügen noch immer nicht über ein komplett ausgebildetes Immunsystem, sind aber schon agiler als im ersten Lebenshalbjahr. Sie stecken sich Gegenstände oder ihre Hände in den Mund und erleichtern somit eine Keimübertragung. Zwar lässt sich das Infektionsrisiko nicht vollständig eliminieren, aber mithilfe einiger Maßnahmen reduzieren. Alle Personen im Haushalt sollten sich gründlich die Hände waschen, vor allem wenn sie Kontakt zu dem Baby haben. Wenn es ältere Geschwister gibt, sollten diese besonders darauf hingewiesen werden, das Baby nicht anzuhusten und ihm keine Gegenstände zu geben, die von vielen Leuten angefasst wurden. Als vorbeugende Maßnahme gilt es außerdem zu beachten, oft an der frischen Luft spazieren zu gehen und auf eine ausgewogene Ernährung Wert zu legen. [1][6]


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen