Halsschmerzen: Häufige Fragen

Halsschmerzen (in der Stillzeit)

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Halsschmerzen sind meist ein Symptom einer Entzündung des Rachens (Pharyngitis).[1] Im Rahmen von Erkältungskrankheiten kommen sie häufig in Kombination mit Entzündungen der Atemwege (Bronchitis) und Fieber (Pyrexie) vor. Ursächlich hierfür ist zumeist eine virale Infektion. Bakterien spielen eine untergeordnete Rolle.[2]

Auch in der Stillzeit können Halsschmerzen auftreten. Es wird vermutet, dass Stillende aufgrund von Veränderungen des Immunsystems in der Schwangerschaft anfälliger gegen bestimmte Erreger sind, die zu Infektionen der Rachenschleimhaut führen.[3]

Medikamente bei Halsschmerzen in der Stillzeit

Normalerweise klingen Halsschmerzen innerhalb einer Woche ohne spezielle Behandlung wieder ab.[4] Vor einer medikamentösen Therapie ist es ratsam, bekannte und wirksame Hausmittel, wie Wickel,ausreichende Flüssigkeitszufuhr und lokal beruhigende Kräutertees, anzuwenden. Ziel einer Therapie ist dabei die Linderung der Halsschmerzen.[5]

Sollten die Hausmittel nicht ausreichend wirken und der Leidensdruck zu hoch werden, können folgende Medikamente hilfreich sein.

Cetylpyridiniumchlorid

Besonders bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum (Pharyngitis), in Kombination mit Halsschmerzen

Wirkungsweise: Der Stoff wirkt lokal abtötend (antiseptisch) auf Bakterien und Viren und kann somit zu einer Linderung der Halsschmerzen hilfreich sein.

Nebenwirkungen: Es gibt keine bekannten Nebenwirkungen.

Kontraindikationen: Überempfindlichkeiten gegen den Wirkstoff

Beispielpräparate:

  • Anginette® Halstabletten zuckerfreiDosierung: 1–2 Lutschtabletten mehrmals täglich im Abstand von 2 Stunden. Die Tageshöchstdosis liegt bei 12 Lutschtabletten.
  • Wick Sulagil® HalssprayDosierung: 2–3 Sprühstöße bis zu 6 mal täglich
  • Dobendan Strepsils® Mint 1,4 mg LutschpastillenDosierung: 1 Lutschtablette mehrmals täglich im Abstand von 2 Stunden. Die Tageshöchstdosis liegt bei 8 Lutschtabletten. [6] [7] [8]

Salze

Besonders bei Rachenentzündung (Pharyngitis) mit Halsschmerz, Heiserkeit (Dysphonie) und Husten (Tussis)

Wirkungsweise: Geladene Teilchen (Hydrogencarbonat-Ionen) führen zu einer Neutralisation von sauren Stoffwechselprodukten, die bei einer Entzündung auftreten. Die Pastillen befeuchten durch Anregung der Speichelproduktion die Schleimhaut. Dadurch beruhigen und reinigen sie diese und führen zu einer Schmerzlinderung. Außerdem nimmt durch den vermehrten Speichelfluss auch die Ausschüttung von Antikörpern zu, wodurch die körpereigene Abwehr gestärkt wird.

Nebenwirkungen: Selten können Blähungen oder Völlegefühl auftreten. [9][10]

Beispielpräparate:

  • Emser Pastillen® ohne Menthol
  • Emser Pastillen® zuckerfrei mit Vanille
  • Emsillen® Kinder-Halstabletten

Einige Medikamente sind in der Stillzeit weniger geeignet, da die Wirkstoffe in die Muttermilch übergehen können. Beispielsweise sind Paracetamol und Ibuprofen bei Schmerzmitteln der Acetylsalicylsäure (z. B. in Aspirin®) vorzuziehen.[11]

Zu beachten

Für gewöhnlich klingen Halsschmerzen innerhalb von einer Woche auch ohne spezifische Behandlung ab. Sollte dies nicht der Fall sein, ist es empfehlenswert, einen Arzt aufzusuchen. Außerdem sollte ärztlicher Rat eingeholt werden, wenn zusätzlich Fieber über zwei Tage > 38,5 °C besteht.

Im Falle von geschwollenen und belegten Rachenmandeln in Kombination mit Schluckbeschwerden (Dysphagie) kann es sich um eine Mandelentzündung handeln (Tonsillitis), die einen bakteriellen Ursprung haben kann und daher eventuell eine antibiotische Behandlung notwendig macht. Auch in diesem Fall sollte ein Arzt konsultiert werden.[12]


Behandlungsmöglichkeiten bei Halsschmerzen