Husten: Häufige Fragen

Verschleimt – kann aber nicht husten

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Schleim im Hals kann sehr unangenehm sein, betrifft im Schnitt aber jeden Deutschen mindestens einmal pro Jahr. Die Ursachen für einen verschleimten Hals können sehr unterschiedlich sein. Besonders unangenehm und mitunter auch gefährlich wird es für denjenigen, der den Schleim nicht abhusten kann.

Ich kann nicht husten? Welche Ursachen zugrunde liegen können, welche Behandlungsmethoden es gibt und was unbedingt beachtet werden sollte, zeigt der folgende Text auf.

Fakten zum Thema

Schleim im Hals kann auf verschiedenste Ursachen zurückzuführen sein. In den meisten Fällen wird Schleim im Hals durch Erkältungs- oder Grippeerkrankungen bedingt. Er setzt sich dann aus abgetöteten Krankheitserregern und verbrauchten Zellen des Immunsystems zusammen. Ihn abzuhusten ist einerseits wichtig, um richtig Luft zu bekommen. Anderseits dient das Abhusten auch dem Abtransport von potenziell schädlichen Stoffen.

Ist der Schleim sehr dickflüssig, kann es vorkommen, dass er kaum abzuhusten ist. Auch Kinder und ältere Menschen haben häufig Probleme, richtig zu husten. Hierfür ist häufig eine allgemeine Schwäche oder eine Schwäche der Bauch- und Rumpfmuskulatur verantwortlich. [1]

Behandlungsmethoden

Es gibt eine Reihe schleimlösender Hausmittel, welche bei festsitzendem Husten zunächst ausprobiert werden können. Bestimmte Kräuter fördern das Abhusten von festsitzendem Sekret. Dazu gehören:

  • Andornkraut
  • Efeu
  • Thymian
  • Anis
  • Bittersüßstängel

Diese sind besonders dann wirksam, wenn sie als Tee eingesetzt werden. Weiterhin gibt es die Möglichkeit, warme Brustwickel (bspw. aus Kartoffeln) anzuwenden. Diese steigern die Durchblutung und fördern so den Sekretfluss.

Häufig hilft es auch, vermehrt zu trinken. Auch dadurch wird das Sekret verflüssigt und das Husten fällt leichter.

Darüber hinaus kann medikamentös gegen festsitzenden Husten angegangen werden. Hier werden Bromhexin, ACC und Ambroxol empfohlen. Diese Wirkstoffe dürfen aber in einigen Fällen nicht eingesetzt werden. Daher ist ihre Einnahme immer individuell mit einem Arzt abzuklären! [2][3]

Zu beachten

Insbesondere bei Kindern kann Schleim im Hals auf bestimmte genetische Erkrankungen oder auf Stoffwechseldefekte hinweisen. So kann festsitzender Schleim zum Beispiel ein Anzeichen für Mukoviszidose sein.

Husten, der länger als drei Wochen anhält, sowie Schleim, der sich ansammelt und kaum selbst abgehustet werden kann, sind immer Anzeichen, einen Kinderarzt aufzusuchen. [4]