Husten: Häufige Fragen

Schnelles Mittel gegen Husten

© PantherMedia / Wavebreakmedia ltd

Husten (Tussis) ist ein typisches Symptom einer Reihe von Infekten der Atemwege. Er wird meist durch die im Rahmen auftretenden Entzündungen der Schleimhäute verursacht. Grundlegend lassen sich zwei Formen von Husten unterscheiden: Husten mit Auswurf (produktiver) und ohne Auswurf (unproduktiver bzw. trockener Husten oder auch Reizhusten). Beide Arten treten im Rahmen von Infekten auf. Da Husten meist eine Belastung für die Betroffenen darstellt, ist es ratsam, ihn schnell zu lösen und zu lindern. Welche Mittel gegen Husten eingesetzt werden können und was es zu beachten gilt, wird im Folgenden näher beschrieben.

Mittel gegen Husten

Husten ist in der Regel ein unbedenkliches Symptom und verschwindet mit Abklingen der zugrundeliegenden Erkrankung von selbst. Für das Wohlbefinden der Betroffenen ist es jedoch meist hilfreich, die Lösung des Hustens zu unterstützen und ihn schnell zu lindern. Dafür gibt es verschiedene Medikamente.

  • Ambroxol

    • Wirkmechanismus: Lösung des Schleimes in den Atemwegen und damit geeignet für die Anwendung bei festsitzendem Husten
    • Nebenwirkungen: Ambroxol ist allgemein recht gut verträglich und weist wenige Nebenwirkungen auf. Vereinzelt können allergische Reaktionen oder Magen-Darm-Beschwerden auftreten.
    • Wechselwirkungen: Ambroxol sollte nicht mit hustenstillenden Wirkstoffen wie Codein kombiniert werden.
    • Kontraindikationen: Die Anwendung bei vorausgegangenen Nieren- und Lebererkrankungen sowie bekannten Unverträglichkeiten ist nicht ratsam.
    • Medikamente: z. B. Ambroxol AL®, AmbroHEXAL®, Ambrobeta® [1]
  • Pentoxyverin

    • Wirkmechanismus: Der Wirkstoff Pentoxyverin stellt einen Hustenstiller dar und kann daher zur Linderung des Hustenreizes eingesetzt werden. Die Wirkung geht auf die Erhöhung der Reizschwelle im Hustenzentrum zurück.[2]
    • Nebenwirkungen: Mögliche auftretende Nebenwirkungen sind Übelkeit (Nausea), Erbrechen (Emesis), Durchfall (Diarrhoe), Müdigkeit, allergische Reaktionen und anaphylaktische Schocks.
    • Wechselwirkungen: Pentoxyverin sollte nicht mit Sedativa (Beruhigungsmittel) oder Analgetika (schmerzstillende Mittel) kombiniert werden.[3]
    • Kontraindikationen: Bei bekannten Unverträglichkeiten sollte die Anwendung unterlassen werden. Vor der Einnahme durch Kinder, Schwangere oder Stillende ist mit einem Arzt Rücksprache zu halten.
    • Medikamente: z. B. Silomat® Saft, Sedotussin® Saft, Sedotussin® Zäpfchen[4]
  • Ibuprofen

    • Wirkmechanismus: Ibuprofen wirkt nicht nur schmerzlindernd, sondern auch entzündungshemmend. Damit eignet es sich besonders für den Einsatz bei Atemwegserkrankungen und ihren die Symptome auslösenden Entzündungen. Die Wirkung geht auf die Hemmung der Cyclooxygenase zurück, wodurch weniger Prostaglandine gebildet werden, die entzündungsfördernd und schmerzauslösend wirken.
    • Nebenwirkungen: Nebenwirkungen können im Verdauungstrakt oder Herz-Kreislauf-System auftreten.
    • Kontraindikationen: Die Einnahme bei entzündlichen Magen-Darm-Erkrankungen sowie während einer Schwangerschaft sollte unterlassen werden. Vor der Anwendung bei Kindern ist ärztlicher Rat einzuholen.
    • Wechselwirkungen: Wechselwirkungen mit anderen Wirkstoffen wie z. B. Cortison können auftreten und sind zu beachten.
    • Medikamente: z. B. Boxagrippal®, Ibu 400 Akut®, Ibubeta 400 akut®[5]

Zu beachten

Infekte der Atemwege weisen ein erhöhtes Risiko bei Personen mit einem geschwächten Immunsystem (z.B. Kinder, ältere Menschen) auf, da hier der Krankheitsverlauf schwerer ausfallen kann. Zudem ist das Risiko für eine Superinfektion (Zweitinfektion mit Bakterien) höher, d. h. die Gefahr der Ansteckung mit einem weiteren Infekt. Deswegen werden den entsprechenden Personen meist bereits zur Prävention Antibiotika verordnet. Für Schwangere besteht die Gefahr frühzeitig ausgelöster Wehen durch einen zu stark auftretenden Husten. Daher sollten diese ebenfalls frühzeitig einen Arzt aufsuchen. Im Normalfall verschwindet der Husten mit Abklingen des zugrunde liegenden Infektes. Sollte er allerdings nach mehr als einer Woche keine Besserung zeigen, sollte Rücksprache mit einem Arzt gehalten werden.