Husten Mit Schleim: Begleiterscheinungen

Brauner Auswurf beim Husten

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Auswurf (Sputum) beim Husten bezeichnet das mit Speichel vermengte, ausgespuckte Sekret der Atemwege (Tracheobronchialsekret). Dieses Sekret wird in der Luftröhre (Trachea) und in den Bronchien gebildet. Der Auswurf kann verschiedene Farben annehmen, so auch eine braune Verfärbung. Die Ursachen einer solchen Verfärbung können vielfältig ausfallen.

Woraus sich brauner Auswurf zusammensetzt, was ihn verursacht und was in diesem Zusammenhang beachtet werden muss, soll in den nächsten Textabschnitten näher beschrieben werden.

Medizinische Fakten

Das Sekret wird durch Ausschwitzungsvorgänge (Exsudation), Sekretion und das Austreten von Flüssigkeiten aus Gefäßen (Transsudation) in den Bronchien gebildet. Gelangt das Sputum in den Mundraum, vermischt es sich dort mit Speichel. Das Sputum besteht hauptsächlich aus Wasser, weitere physiologische Bestandteile sind Leukozyten, Epithelzellen, verschiedene Proteine und Fremdkörper. [1]

Die verschiedenen Auswurffarben weisen darauf hin, ob es sich beim Husten um eine bakterielle Infektion handelt oder nicht. Je eitriger und gelb-grünlicher der Auswurf ist, desto stärker ist die Infektion ausgeprägt.[2][3]

Mögliche Farben können sein:

– farblos und klar (schleimig mukös)

– gelblich und getrübt (schleimig-eitrig mukopurulent)

– gelb-grünlich (eitrig purulent)

– bräunlich (schleimig)

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Brauner Auswurf beim Husten hat verschiedene Ursachen. Neben der Farbe bzw. Pigmentierung des Sputums ist auch immer die Konsistenz hinweisgebend auf die jeweilige Erkrankung. Bräunliches Sputum, welches nicht eitrig (nicht purulent) ist, entsteht häufig bei starken Rauchern oder bei Kohlearbeitern, kann aber auch auf eine Aspergillose hindeuten. Hierzu zählt der allgemein bekannte Raucherhusten. Diese Art von Husten ist bei Betroffenen mit chronischer obstruktiver Atemwegserkrankung (COPD) sehr auffällig. Durch das Rauchen oder das Arbeiten mit Kohle gelangen Partikel in die Lunge, die sich an den Bronchien und Bronchiolen absetzen und meistens am Morgen abgehustet werden müssen. Eitriges Sputum, welches bräunliche Pigmente enthält, bildet sich nicht selten bei Bronchiektasien oder einem Bronchialkarzinom. [4][5]

Zu beachten

Nach dem Rauchstopp kann die Lunge noch Monate nach der letzten Zigarette oder Zigarre braunen Auswurf produzieren, da es lange dauert, bis sich die Lunge regeneriert. Solange die Bronchien braunes Sputum produzieren, wird auch noch von einer chronischen Bronchitis gesprochen. Erst wenn sich die Lunge regeneriert hat und keinen braunen Auswurf mehr produziert, kann das Krankheitsbild als überwunden betrachtet werden. [6]