Husten Mit Schleim: Begleiterscheinungen

Gelber Schleim beim Husten (Erkältung)

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Gelber Schleim beim Husten stellt einen typischen Symptomenkomplex bei Infektionen der Atemwege dar und gilt in erster Linie nicht als Besorgnis erregend.

Dieser Artikel beleuchtet die medizinischen Fakten von gelbem Schleim beim Husten, erklärt den biologischen Zusammenhang und informiert über Tipps und beachtenswerte Anzeichen.

Medizinische Fakten

Die Absonderung von Schleim stellt eine Schutzfunktion des Körpers dar. Schleim bindet irritierenden Stoffe und durch Aushusten, Niesen, etc werden diese aus dem Körper entfernt. Klarer Schleim wird tag täglich im Körper insbesondere nachts gebildet und stellt zum einen eine Befeuchtung der Atemwege als auch deren Reinigung sicher. Im Rahmen einer Grippe oder Erkältung kommt es zu entzündlichen Prozessen im Hals- und Rachenraum. Diese wird meist durch Viren verursacht und geht mit einer erhöhten Absonderung von klarem Schleim in die Atemwege (Nase, Lunge) einher. Bei Befall von Bakterien kann es zur Entstehung von eitrigem Sekret kommen. Vor allem Husten, welcher mit gelblichem Auswurf einher geht, kann auf eine bakterielle Infektion bzw. Superinfektion hindeuten. Vorsicht: gelb-grünlicher Schleim bedeutet nicht immer, dass es sich um eine bakterielle Infektion handelt (Nasenabstrich zur Diagnose essentiell).[1] Die Ursache der oftmaligen Farbveränderung des Sekrets im Erkrankungsverlauf (von klar zu gelb-grünlich) ist noch nicht abschließend geklärt.[2]

Biologischer Zusammenhang

Die Atemwege des menschlichen Körpers werden von Schleimhäuten ausgekleidet, die auch unter physiologischen Bedingungen Schleim produzieren. Werden diese durch eine Entzündung gereizt, wird die Sekretproduktion gesteigert, und es kommt zu einer triefenden Nase (Schnupfen). Durch zurückfließen dieses Sekrets oder einer selbstständigen Produktion von Schleim der Schleimhäute des Rachens bzw. der Lunge kommt es zu einer Schleimmanifestation im Mund-Rachenbereich. Dieser Schleim stimuliert in weiterer Folge Rezeptoren für den Hustenreflex im Rachen – es kommt zur Kontraktion der Atemmuskulatur und zum hinauspressen von Luft bzw. Auswurf von Schleim.[3]

Zu Beachten

Bestehen die Symptome länger als eine Woche oder klingen diese nicht spontan ab sollte ein Arzt aufgesucht werden. Die große Gefahr besteht darin, dass der gebildete Schleim eindickt und die Keime dadurch nicht abtransportiert werden können. Im schlimmsten Fall entstehen chronische Atemwegsinfekte, die im gesamten HNO-Bereich verschleppt werden können. Deshalb empfiehlt sich in erster Linie vor allem viel zu trinken um das eindicken zu verhindern.