Husten Mit Schleim: Begleiterscheinungen

Grüner Schleim beim Husten (Erkältung)

© PantherMedia / Markus Guhl

Husten ist ein natürlicher Reinigungsprozess der Lunge, kann aber auch Symptom einer Erkrankung der Atemwege sein. Akut auftretender Husten kann mit Auswurf einhergehen. Kommt es bei einer Erkältung zum Auswurf von grünem Schleim ist von einer bakteriellen Infektion auszugehen. Im folgenden Text werden die medizinischen Fakten zu Erkältungen mit Husten und grünlichem Auswurf erläutert, sowie Zusammenhänge erfasst und einige Tipps zum Umgang mit dieser Symptomatik gegeben.

Medizinische Fakten

Auch im gesunden Zustand wird von den Bronchien in kleinen Mengen (150 ml/Tag) ein Sekret produziert, das durchsichtig ist und nicht ausgehustet wird sondern beim Räuspern verschluckt. Akute oder chronische Reize wie Infektionen, Fremdkörper, Luftverunreinigung usw. führen zu einer vermehrten Produktion dieses Bronchialsekrets. Da größere Mengen nicht mehr ohne weiteres durch Räuspern beseitigt werden können, wird dieses Sekret ausgehustet. Kommt es zu gelblichen Auswurf bedeutet das, dass sich Abwehrzellen diesem Schleim angesiedelt haben. Verfärbt sich dieser grünlich, ist von einer bakteriellen Infektion auszugehen. In vielen Fällen besteht eine viral verursachte Erkältung, die dann durch eine bakterielle Superinfektion (=eine Bakterien Zweitinfektion auf Boden einer vorbestehenden anderen Infektion) verschlimmert wird. Der Auswurf verändert sich dann von beginnend durchsichtig bis weißlich zu gelblich bis grün. Meist verlängern sich die Symptome der zu Grunde liegenden Erkrankung, meistens eine Erkältung, dann um mehrere Tage. Dauert der Husten allerdings länger als 3 Wochen an, ist er als chronisch zu betrachten und muss auf alle Fälle durch einen Arzt abgeklärt werden.[4][3][2][1]

Zusammenhang und Tipps

Auch wenn Husten eine physiologische Funktion zur Lungenreinigung hat, ist er, wenn er mit gelben bis grünem Auswurf einhergeht, krankhaft. Akut, produktiver Husten, also Husten mit Auswurf, spricht für Infektionen der tiefen Atemwege und Lunge. Meist geht dies mit anderen Symptomen wie Fieber, Schwitzen, Abgeschlagenheit und Appetitlosigkeit einher.[6] In den meisten Fällen werden Erkältungen nur symptomatisch behandelt mit Schmerzmedikamenten und Nasentropfen, in Fällen von bakteriellen Superinfektionen können Ärzte aber auch zu einer Antibiotikatherapie raten.[5]