Husten Mit Schleim: Begleiterscheinungen

Gelber Schleim beim Husten (+ aus Nase)

© PantherMedia / Ishay Botbol

Husten ist ein körpereigener Schutzreflex und kann Anzeichen einer Atemwegserkrankung sein. Gelber Schleim in der Nase und beim Husten kann durch eine bakterielle Infektion verursacht sein.

Im folgenden Text werden die medizinischen Fakten, die biologischen Zusammenhänge und wichtige Informationen zu diesem Thema abgehandelt.

Medizinische Fakten

Husten ist keine eigenständige Erkrankung, sondern meist Ausdruck eines Infekts der Atemwege. Klinisch wird unterschieden zwischen dem akuten Husten (Dauer <8 Wochen) und dem chronischen Husten (Dauer >8 Wochen)[1]. Der akute Husten wird dabei zumeist durch eine vorübergehende Infektion der unteren Atemwege ausgelöst, während der chronische Husten oft eine schwerwiegende Lungenerkrankung als Ursache hat. Beginnend mit einem trockenen Gefühl im Hals und spontanem Hustenreiz, geht der akute Husten nach 1-2 Tagen in produktiven Husten mit Schleimauswurf über und kann bis zu 3 Wochen anhalten[2].

Produktiver Husten ist gekennzeichnet durch Schleimauswurf. Ist der Auswurf weiß handelt es sich oft um einen viralen Infekt. Bei gelbem Auswurf kann die Ursache auf eine bakterielle Infektion, beispielsweise durch Pneumokokken oder Streptokokken, zurück zu führen sein.[3].

Biologischer Zusammenhang

Beim Schnupfen (Rhinitis) führt eine virale Infektion der Nasenschleimhaut zu einer Entzündung derselben. Diese schwillt als Folge an und sondert Schleim ab. Siedeln sich Bakterien auf der entzündeten Schleimhaut an, kommt es zu einer bakteriellen Superinfektion, und das Nasensekret kann seine Farbe zu einem grünlich-gelben Ton ändern[4].

Bei erkältungsbedingtem Husten kommt es, hervorgerufen durch eine durch Viren ausgelöste Entzündung, zu einer Störung der mukoziliären Clearance. Die Infektion führt zu einer Beschädigung der Bronchialschleimhaut, welche infolgedessen abgestoßen und in Form von Sputum ausgehustet wird. Auch hier können Bakterien eine Superinfektion auslösen, was zur Bildung von gelbem, sogenanntem mukopurulentem Auswurf führt[5].

Zu beachten

Sowohl Schnupfen als auch Hustenerkrankungen sind hoch ansteckend. Um das Risiko einer Ansteckung zu minimieren, sollten Erkrankte den Kontakt zu gesunden Personen reduzieren sowie körperlichen Kontakt einschränken.

Da die gelbliche Färbung des Schleims beim Husten eher durch die Freisetzung von Leukoproteinen und Leukoverdinen aus Entzündungszellen und weniger durch die im Schleim enthaltenen Bakterien hervorgerufen wird, ist von der sicheren Diagnose einer bakteriellen Infektion auf alleiniger Basis dieses Symptoms abzuraten. [5]