Husten Mit Schleim: Begleiterscheinungen

Husten (grüner Schleim + Halsschmerzen)

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Halsschmerzen und von grünem Auswurf begleiteter Husten können im Rahmen einer Grippe oder Erkältung vorkommen, die in der Regel durch Viren verursacht wird.[1] Kommt es zusätzlich zu einer Infektion mit Bakterien, also einer bakteriellen Superinfektion, kann ein grün-gelbliches, meist zähflüssiges Sekret entstehen. Das Abhusten von grünem Schleim begleitet von Halsschmerzen kann weiterhin Anzeichen für eine Bronchitis sein. Im Folgenden sollen die medizinischen Fakten, die biologischen Zusammenhänge und die Risiken näher dargelegt werden, die in Verbindung mit Husten, grünem Schleim und Halsschmerzen stehen.

Medizinische Fakten

Die häufigste Ursache für akuten Husten ist ein viraler Infekt, der umgangssprachlich häufig auch Erkältung oder grippaler Infekt bezeichnet wird. Abzugrenzen davon ist die echte Grippe (Influenza), die mit Fieber und erheblichem Krankheitsgefühl einhergeht.[3]

Die Grippe wird durch das Influenzavirus (Myxovirus influenzae) verursacht, wohingegen bei den grippeähnlichen Erkältungskrankheiten in den meisten Fällen eine Infektion mit Rhinoviren vorliegt.[2]

Bei einer Erkältung beschränkt sich die durch die Viren hervorgerufene Entzündung häufig auf die oberen Atemwege, was unter anderem zu Halsschmerzen und Schluckbeschwerden führt. Im Rahmen dieser Infektion können sich die Viren aber auch bis in die Lungen ausbreiten, wo sie in den Bronchien ebenfalls Entzündungsreaktionen (Bronchitis) hervorrufen können.

Virale Atemwegsinfektionen können von Husten mit glasig-schleimigem Auswurf begleitet werden, dessen Menge als eher gering zu bezeichnen ist. Der Husten kann bei einer Erkältung bis zu 3 Wochen anhalten. Bei einer Bronchitis finden sich häufig zudem Allgemeinsymptome einer Infektion wie Fieber, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit sowie Krankheitsgefühl.[3][2]

Auf dem Boden einer viralen Atemwegserkrankung kann durch eine sogenannte Superinfektion mit Bakterien eine Lungenentzündung entstehen (sekundär-bakterielle Pneumonie). Dabei verändert sich der Auswurf häufig: Die Menge kann zunehmen und es kann zu einer gelb-grünlichen Verfärbung kommen. Die Konsistenz ist meist eitrig-schleimig.[1][2]

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Drüsen in der Schleimhaut der Atemwege produzieren kontinuierlich Sekret, das der Reinigung dient und die Schleimhaut feucht hält. Normalerweise wird dieses Sekret häufig unbemerkt geschluckt, da die Mengen eher gering sind. Bei einer Reizung der Atemwege wird jedoch vermehrt Sekret gebildet, das dann häufig abgehustet werden muss und als Auswurf (Sputum) zu Tage tritt. Außerdem kommt es durch die Entzündungsreaktion häufig zu einem Brennen in der Luftröhre.[3]

Die Farbe des Sputums richtet sich nach der zellulären Zusammensetzung. Ein Übertritt von Abwehrzellen in das Sputum kann zu einer Gelbfärbung führen, wohingegen eine bakterielle Besiedlung zu einer Grünfärbung führen kann.[3]

Zu beachten

Eine einfache Bronchitis ohne Superinfektion heilt meist innerhalb von 8-10 Tagen von selbst aus. Das Abhusten des Schleimes kann durch zum Beispiel durch das Trinken reichlich warmer Flüssigkeit oder das Inhalieren von Salzlösungen erleichtert werden.[3]

Die Farbe des Auswurfes kann variieren und lässt keine eindeutigen Rückschlüsse auf die Ursache zu. Unabhängig davon, ob Auswurf vorliegt oder nicht, sollte jeder Husten, der länger als drei Wochen besteht abgeklärt werden. Auch bei erheblichem Krankheitsgefühl oder Anstieg des Fiebers sollte ein Arzt aufgesucht werden.[3][4]