Erkältung: Lebensmittel

Essig gegen Erkältung?

© PantherMedia / Serhiy Hnylosyr

Einfache Hausmittel können erkältungstypische Beschwerden wie Husten und Schnupfen lindern. Essig stellt eines dieser alten Hausmittel dar, das in jeder Küche zu finden ist.[1] Gerade bei einer Erkältung oder einem grippalen Infekt kann Essig dabei helfen, den Heilungsprozess zu unterstützen. Dabei eignet sich nicht jeder Essig, vor allem dem Apfelessig wird eine gewinnbringende Wirkung nachgesagt. Im Folgenden soll näher auf die Wirkungsweise dieses Hausmittels eingegangen werden. Zudem stehen Hinweise zur Anwendung und Dosierung im Mittelpunkt.

Wirkungsweise (Biologischer Prozess)

Die heilende Wirkung des Apfelessigs geht auf seine zahlreichen Inhaltsstoffe zurück. Die Kombination aus Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen sowie Enzymen und Aminosäuren macht den Apfelessig zu einem der wirksamsten Hausmittel. Sogar der Körper selbst produziert Essigsäure, so wichtig sind die Inhaltsstoffe für die menschlichen Stoffwechselprozesse. Sie fördern den Aufbau des Körpers, stärken das Immunsystem, wehren schädliche Bakterien ab (antibakteriell), steigern die Durchblutung und erneuern Zellen. [2]

Anwendung und Dosierung

Als bewährtes Hausmittel kann Essig innerlich und äußerlich eingesetzt werden.

  • Gurgeln mit Essigwasser bei Halsschmerzen

Durch die Aromastoffe und Aminosäuren des Essigs, kommt es beim Gurgeln zu einer gesteigerten Druchblutung der Atemwegsschleimhäute. Die Abwehrzellen gelangen so schneller an den Ort der Entzündung. Zudem wird vermehrt Sekret gebildet, welches die Erkältungserreger bindet und abtransportiert.[3]

Dosierung/Anwendung: 4 EL Apfelessig in ein großes Glas (300ml) lauwarmes, nicht heißes Wasser geben und gut verrühren. Mehrmals täglich ausgiebig gurgeln.

  • Wadenwickel mit Essig: zur Senkung der Körpertemperatur

Dosierung/Anwendung: Für die Wadenwickel wird ein Baumwoll- oder Leintuch in einem Liter Essigwasser getränkt (auf einen Liter Wasser kommen 2 EL Apfelessig). Mit den nassen Tüchern dann die Waden umwickeln und durch eine Schicht Handtücher stabilisieren. Die Essigwickel sollten erneuert werden, wenn sie sich auf Körpertemperatur erwärmt haben. Die Anwedung sollten nicht länger als 20-30 Minuten andauern.

Zu beachten

Grundsätzlich

  • Essig darf nie unverdünnt angewendet werden. Weder äußerlich auf der Haut, noch innerlich. Es könnte zu Schädigungen der Haut oder der Schleimhäute kommen.
  • Bei der Anwendung von Essig muss immer auf Anzeichen einer allergischen Reaktion geachtet werden.
  • kalte Wickel sollten immer nur dann angewendet werden, wenn das Fieber nicht mehr steigt. (Dies kann überpürft werden, indem die rektal oder axillär gemessene Temperatur mit der der Waden verglichen wird. Sie sollten sich ungefähr entsprechen, d.h. auch die Waden müssen bereits heiß sein.) 

Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung