Erkältung: Prävention

Erkältung vorbeugen mit "Zink"

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Zink kann helfen, einer Erkältung vorzubeugen oder den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen.

Der folgende Text soll Aufschluss über die medizinischen Fakten zur Erkältungsprävention mit Zink geben, zur Aufklärung über Mythen beitragen und wichtige Hinweise für die Anwendung erläutern.

Medizinische Fakten

Zink ist ein Spurenelement, das dem Körper über die Nahrung zugeführt werden muss. Ein Erwachsener benötigt pro Tag 10-15 mg Zink. Dabei gilt zu beachten, dass Zink aus tierischen Quellen im Dünndarm besser resorbiert werden kann als Zink aus pflanzlicher Nahrung.[1]

Zink ist ein multifunktionales Spurenelement. In Bezug auf die Prävention einer Erkältung ist vor allem die positive Wirkung auf das Immunsystem zu nennen. Zink soll, wie in einem Laborversuch nachgewiesen, das weitere Wachstum von Viren verhindern können.[2]

Seine größte Wirkung hat Zink auf Erkältungs-assoziierte Rhinoviren.[3] Die antivirale Eigenschaft des Zinkes basiert auf der Tatsache, dass Zink mit dem körpereigenen Oligopeptid Thymulin wechselwirken und dessen Aktivität verstärken kann. Thymulin ist ein Molekül, das aus weniger als 10 Aminosäuren besteht, die über Peptidbindungen miteinander verknüpft sind. Es kann T-Lymphozyten stimulieren und somit das Immunsystem unterstützen.[4]

Präventionsmaßnahmen

Bei gesunder und ausgewogener Ernährung mit viel Obst und Gemüse, wenig Zucker und Fett, aber auch Fleisch und Fisch, wird die benötigte Zinkmenge mit 10-15 mg pro Tag automatisch aufgenommen. Nahrungsergänzungsmittel, die Zink enthalten, sind in der Regel nicht indiziert. Vor der Einnahme sollte ein Arzt konsultiert werden. Dieser kann feststellen, ob ein Zinkmangel auf Grund von Mangelernährung vorliegt oder ob das Zink womöglich nicht in ausreichender Menge resorbiert werden kann und damit eine Indikation für die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln vorzufinden ist.

Mythen

Ähnlich anderer präventiver Maßnahmen kann Zink helfen, eine Erkältung zu verhindern. Dennoch kann trotz ausreichender Zinkaufnahme eine Erkrankung auftreten, wenn das Immunsystem geschwächt ist oder eine Infektanfälligkeit vorliegt. Folglich ist der Glaube, dass eine ausreichende Tagesdosis Zink eine Erkältung zu 100 Prozent verhindern kann, einem Mythos geschuldet.

Zu beachten

Wenn Erkältungssymptome wie z.B. Schnupfen (Rhinitis), Husten (Bronchitis), Halsschmerzen (Pharyngitis) länger andauern, kann es ratsam sein, einen Arzt zu konsultieren. [5]

Des Weiteren gilt zu beachten, dass eine Überdosierung von Zinkpräparaten für erbliche Nebenwirkungen verantwortlich sein kann.[6]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung