Grippe: Krankheitstypen

Influenza C

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Die Grippe ist fast die häufigste Infektionskrankheit in Deutschland. Sie wird durch Viren aus der Gruppe der Influenza-Viren hervorgerufen. Diese werden noch einmal in drei Untergruppen eingeteilt (A, B und C). Das Influenza C-Virus kommt beim Menschen am seltensten vor und wird als das am wenigsten gefährliche eingestuft. Was das Influenza C-Virus ausmacht, welche Symptome bei einer Infektion mit dem C-Virus auftreten, und wie sie behandelt werden, soll im Folgenden erklärt werden.

Fakten zum Thema

Eine Grippe kann durch drei Virengruppen verursacht werden:

  • Influenza A
  • Influenza B
  • Influenza C

Die meisten Grippefälle gehen auf die Influenza-Virustypen A und B zurück. Das Influenza A-Virus führt regelmäßig zu Epidemien und sogar Pandemien. Der Erreger von Schweine- und Vogelgrippe ist ebenfalls ein Subtyp des A-Virus. Das C-Virus kann Menschen und Schweine befallen. Es spielt jedoch für die Grippe beim Menschen kaum eine Rolle, da es, wenn überhaupt, nur eine äußerst milde Form der Grippe hervorruft.[1]

Biologischer Zusammenhang

Das Influenza-Virus C hat andere Eigenschaften als die A- und B-Viren. Es hat nur sieben Segmente und besitzt keine Neuroamidase. Es besitzt als Oberflächen-Glykoprotein das Haemagglutinin-Esterase-Fusion-Protein (HEF). Dieses übernimmt einerseits die Aufgaben der Rezeptorbindung des Virus an die Wirtszelle, andererseits auch sowohl die anschließende Eindringung (Fusion) als auch die spätere Freisetzung der neu gebildeten Viren.[2]

Tipps zur Behandlung

Eine Infektion mit dem C-Virus kann meist mit einfachen Hausmitteln ausreichend gelindert werden. Gegen Halsschmerzen helfen zum Beispiel Halswickel, Dampfbäder mit Kamillenblütenextrakt sowie das Trinken heißer Tees und das Lutschen von Hustenpastillen oder Lutschbonbons.

Gegen eine verstopfte Nase hilft ebenfalls ein Dampfbad mit Kamillenblüten. Außerdem wirken Inhalationen mit Kochsalz abschwellend auf die Schleimhäute der Nase. Nasensprays helfen ebenfalls bei der Abschwellung. Vor allem abends vor dem Schlafengehen sollte auf eine freie Nase geachtet werden. Ruhiger und erholsamer Schlaf ist die wichtigste Grundlage, um schnell wieder fit zu werden.

Auch wenn bei einer C-Grippe die Beschwerden nicht so stark sind, wie bei anderen Erregern, darf sie trotzdem nicht unterschätzt werden. Eine zusätzliche Belastung durch Sport oder Stress sollte auch hier unbedingt vermieden werden. Bei einer hohen zusätzlichen Belastung wird die Funktion des Immunsystems eingeschränkt. Die Viren können sich dann weiter im Körper ausbreiten. Im schlimmsten Fall lösen sie eine Entzündung der Lunge (Pneumonie) oder eine Entzündung des Herzmuskels (Myokarditis) aus. Auch bei der C-Grippe gilt also: Schonung, bis die Beschwerden komplett abgeklungen sind.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe