Grippe: Krankheitstypen

Kalte Grippe

© PantherMedia / Karel Miragaya

Die Grippe ist eine Infektionskrankheit, welche durch Influenza-Viren verursacht wird. Eine Grippe geht normalerweise mit klassischen Symptomen einher. Sie kann aber auch mit weniger eindeutigen Symptomen auftreten. Dieses Phänomen wird als kalte Grippe bezeichnet. Wie sich eine kalte Grippe äußert, was dabei passiert und welche Risiken es gibt, soll in diesem Text erklärt werden.

Ursachen und Risikofaktoren

Die Grippe wird durch Viren aus der Gruppe der Influenza-Viren hervorgerufen. Klassischerweise geht eine „echte“ Grippe mit einigen Symptomen einher. Dazu gehören:

  • Schnupfen (Rhinitis)
  • Husten (Tussis)
  • Halsschmerzen/Heiserkeit (Dysphonie)
  • Fieber (Pyrexie)
  • Kopfschmerzen (Cephalgie)
  • Gliederschmerzen

Der Begriff „Kalte Grippe“ ist sehr vage und wird von verschiedenen Personengruppen unterschiedlich verwendet. Mediziner sprechen oft von einer kalten Grippe, wenn eine Grippe ohne Fieber auftritt. Solche Fälle sind sehr selten, können aber vorkommen. In der Umgangssprache wird der Begriff der kalten Grippe häufig verwendet, wenn ein allgemeines Krankheitsgefühl besteht, aber sich keine eindeutigen Anzeichen für eine Grippe zeigen.[1]

Biologischer Zusammenhang

Ein allgemeines Krankheitsgefühl kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden. In einigen Fällen ist es einfach nur körperliche oder psychische Überlastung, die zu Abgeschlagenheit und Mattigkeit führen.

Ein allgemeines Krankheitsgefühl mit unspezifischen Beschwerden entsteht aber zum Beispiel auch bei einer latenten Grippe. Es kann sein, dass im Körper zwar Grippe-Viren vorhanden sind, diese aber in so geringer Zahl vorliegen, dass sie keine starken Symptome auslösen. In der Anfangszeit einer Grippe ist das häufig der Fall: Betroffene fühlen sich unwohl, haben aber keine spezifischen Symptome. Bei einem starken Immunsystem oder bei einer sehr geringen Anzahl an übertragenen Viren kann es sein, dass eine Grippe nie zum Ausbruch kommt. Die allgemeinen Beschwerden sind dann Ausdruck der Reaktion des Immunsystems, das die Krankheitserreger bekämpft.[2]

Risiken

Die kalte Grippe ist kein medizinischer Fachbegriff und kein spezielles Krankheitsbild. Die unspezifischen Symptome werden von den meisten Menschen erst einmal auf die leichte Schulter genommen. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass Abgeschlagenheit und Gliederschmerzen auch bei einer Reihe schwerwiegender Erkrankungen auftreten können. Eine mögliche Grunderkrankung ist die Fibromyalgie. Es kommt zu Bindegewebsschmerzen und allgemeinen Muskelschmerzen, die stark an eine Grippe erinnern. Treten allgemeine Beschwerden einer kalten Grippe also häufiger auf oder halten über zehn Tage an, so sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe