Grippe: Krankheitstypen

Leichte Grippe

© PantherMedia / Kamil Macniak

Viele Menschen erkranken jährlich an einer Grippe. In den Wintermonaten treten die Erkrankungen gehäuft in Grippewellen auf, die im Frühjahr wieder abschwächen.[1] Viele verschiedene Viren zirkulieren und können eine Infektion auslösen, wobei die Krankheitsverläufe in ihrem Schweregrad variieren.

Im Folgenden wird der Verlauf einer leichten Grippe beschrieben und Wissenswertes zur Behandlung genannt.

Fakten zum Thema

Die Grippe wird durch eine Infektion mit Influenza-Viren ausgelöst. Dazu gehören die 3 Typen Influenza A, B und C, wobei der Influenza A die schwerwiegendsten Erkrankungen zugeordnet werden.[2]

Die Influenza ist eine akute Atemwegsinfektion und hochpathogen. Bereits wenige Viruspartikel können eine Infektion einleiten. Die Infektion kann über verschiedene Wege erfolgen:[3]

  • Tröpfcheninfektion: Die Viruspartikel gelangen als Aerosole beim Sprechen, Niesen oder Husten in die Luft.
  • Schmierinfektion: Die Infektion erfolgt über kontaminierte Gegenstände.
  • Kontaktinfektion: Die Infektion erfolgt durch direkten Kontakt, beispielsweise durch Händeschütteln.

Zu den Symptomen einer leichten Grippe zählen:

  • Husten (Tussis), meist unproduktiv (ohne Auswurf)
  • Schnupfen (Rhinitis)
  • leichte Kopf- und Gliederschmerzen
  • Fieber (Pyrexie)
  • Abgeschlagenheit und allgemeines Unwohlsein.

Die Verbreitung der Viren erfolgt rasch und die Inkubationszeit (Zeit zwischen der Infektion und dem Ausbruch der Krankheit) beträgt in der Regel 1-3 Tage. Eine leichte Grippe ist normalerweise selbstlimitierend und klingt nach etwa einer Woche ohne weitere Folgen ab.[4]

Biologischer Zusammenhang

Die Viren gelangen durch Mund oder Nase in den Atemtrakt (Apparatus respiratorius), wo sie Zellen der Schleimhäute (Tunica mucosa) infizieren und sich vermehren (Replikation). Die Viren infizieren sowohl Zellen der oberen als auch der unteren Atemwege. Sie können dem Gewebe direkten Schaden zufügen und unter anderem Halsentzündungen (Pharyngitis) und akute Atemwegsentzündungen (Bronchitis) auslösen.

Behandlung

Prinzipiell ist es möglich, eine Influenzaerkrankung mit antiviralen Medikamenten zu therapieren. Um eine Ausbreitung der Viren verhindern zu können, sollte die Einnahme jedoch innerhalb der ersten 48 Stunden nach Krankheitsausbruch beginnen.[5]

Im Falle einer leichten Grippe ohne schweren Verlauf kann die Behandlung jedoch auch rein symptomatisch erfolgen, indem schmerzlindernde und fiebersenkende Medikamente eingenommen werden. Weiterhin können ausreichend Schlaf und Ruhe zur Genesung beitragen.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe