Grippe: Folgeerscheinungen

Hautausschlag nach Grippe

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Ein Hautausschlag (Exanthem) ist ein akuter Ausschlag auf der Hautoberfläche, der vom Gefäßbindegewebe ausgeht und große Teile des Körpers befallen kann (generalisiertes Exanthem). Die Ursache kann eine infektiöse Erkrankung sein. Nach einer Grippe (Influenza, auch als echte Grippe oder Virusgrippe bekannt) ist das Auftreten von Hautausschlag jedoch kein typisches Symptom und sollte durch einen Arzt abgeklärt werden.[1]

Die medizinischen Fakten des Hautausschlags nach einer Grippe, der dahinterstehende biologische Zusammenhang und die möglichen Risiken sollen im Folgenden thematisiert werden.

Medizinische Fakten

Hautausschlag kann viele Ursachen haben. Er kommt häufig bei infektiösen Erkrankungen, wie Masern, Scharlach oder Röteln, vor. Auch bei allergischen Reaktionen und Arzneimittelunverträglichkeiten (Arzneimittelexanthem odertoxisches Exanthem) ist ein Hautausschlag ein typisches Symptom. Dabei kann er viele unterschiedliche Erscheinungsbilder (Effloreszenzen) haben. Die betroffenen Hautareale können gerötet und geschwollen sein, es können sich mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen, Knötchen, Quaddeln oder eitrige Pusteln bilden. Oft kommt es zu Juckreiz. Zudem können die betroffenen Hautpartien brennen und schmerzen. Auch die Ausbreitung und der Verlauf können unterschiedlichste Erscheinungsformen haben und geben wichtige Hinweise auf die Ursache der Hautveränderung. Ein Hautausschlag, der nach einer Grippe auftritt, kann in direktem Zusammenhang mit der Grippe stehen, aber auch durch Sekundärinfektionen, Allergien oder Medikamentenunverträglichkeiten ausgelöst worden sein.[2][3]

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Durch die Abwehrreaktion des Körpers während einer Grippe kommt es zu einer erhöhten Ausschüttung des Botenstoffs Histamin. Dieser spielt eine große Rolle bei der Abwehr von Krankheitserregern und ist ein wichtiger Mediator bei Entzündungsreaktionen. Es bewirkt eine Anschwellung des Gewebes, löst Juckreiz und Schmerzen aus. Zudem ist Histamin bei der Symptomatik von Allergien bedeutend. Der Botenstoff ist in besonders hoher Konzentration in den Mastzellen (Mastozyten) gespeichert. Diese sind Zellen des Immunsystems, die in großer Zahl in der Lederhaut (Corneum) und in der Schleimhaut (Muccosa) angesiedelt sind und bei Kontakt mit einem Krankheitserreger oder allergieauslösendem Stoff (Allergen) eine Immunreaktion in Gang setzen und das gespeicherte Histamin freisetzen. Folglich entzündet sich die betroffene Hautregion.[4]

Risiken

Die Ursache eines Hautausschlags nach einer Grippe sollte durch einen Arzt abgeklärt werden. Der Hauausschlag muss nicht zwangsläufig ein Symptom einer ernsten Krankheit sein. Er kann aber ein Hinweis auf eine Arzneimittelunverträglichkeit oder Sekundärinfektion sein, die eventuell medikamentös behandelt werden muss.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe