Grippe: Folgeerscheinungen

Kopfschmerzen nach Grippe

© PantherMedia / Andriy Popov

Von einer Virusgrippe (oder Influenza) wird gesprochen, wenn es sich um eine ansteckende und akut auftretende Infektionskrankheit handelt, die durch bestimmte Viren (Influenzaviren) ausgelöst wird.[1] Kopfschmerzen (Cephalgie) sind typische Begleiterscheinungen einer Grippe. Im Normalfall vergehen die Kopfschmerzen mit dem Ende der Grippephase. Ist dies nicht der Fall, sollten schwerwiegenden Folgen ausgeschlossen werden.

Im Folgenden sollen die medizinische Faktenlage, der biologische Zusammenhang und die möglichen Risiken bei Kopfschmerzen nach einer Grippe thematisiert werden.

Medizinische Fakten

Vorübergehende Kopfschmerzen nach einer Influenza sind eine typische Begleiterscheinung der Krankheit und müssen in der Regel nicht besonders therapiert werden. Sie treten häufig in Verbindung mit Fieber (Pyrexie) undGliederschmerzen (Myalgien, Ostealgien und Arthralgien) auf.[2] Nach einer einfachen Erkältung verschwinden die Symptome in der Regel schnell wieder, während sie nach einer Grippe noch andauern können.[3] Mögliche Folgen einer echten Grippe kann eine Nasennebenhöhlenentzündung wie beispielsweise eine Stirnhöhlenentzündung (Sinusitis frontalis) sein.

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Im Regelfall lassen sich Kopfschmerzen während einer Grippe auf zwei verschiedene Ursachen zurückführen. Entweder sind die veränderten Druck- und Belüftungsverhältnisse innerhalb des Atemtrakts der Grund, oder aber die Kopfschmerzen lassen sich auf eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinsuitis) zurückführen.[4] Die angeschwollenen Schleimhäute des Nasen-Rachen-Raumes verhindern den Sekretabfluss. Dabei kann es weiterhin zu einer Ausbreitung der Infektion bis in die Stirnhöhle kommen (Sinsuitis frontalis). Das sich anstauende Sekret ist verantwortlich für das Druckgefühl hinter der Stirn, welches auch nach der Grippephase noch für anhaltende Kopfschmerzen sorgt. Um den Kopfschmerzen entgegenzuwirken, hilft es, viel zu trinken und sich im Bett auszuruhen, da sich der angesammelte Schleim durch die Flüssigkeit besser auflösen kann.[5]

Zu beachten

Kopfschmerzen gehören zu den natürlichen Begleiterscheinungen einer Grippe und bedürfen zunächst keiner speziellen Behandlung. Sollten die Schmerzen jedoch unter Auftreten bestimmter Symptome anhalten, kann es zu zentralen Komplikationen kommen, die unter Umständen lebensgefährlich sein können und es bedarf einer raschen Abklärung mit dem behandelnden Arzt. Zu diesen Symptomen gehören:

  • Übelkeit (Nausea)
  • Erbrechen (Vomitus)
  • Nackensteife (Meningismus)
  • Starke Kopfschmerzen, anhaltend über mehrere Tage
  • Sehstörungen, Sprachstörungen, Bewusstseinstrübung[6]

Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe