Grippe: Folgeerscheinungen

Grippe Nachwirkungen

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Die echte Grippe (Influenza, Virusgrippe) ist eine ernst zu nehmende virale Infektionskrankheit, die ein schweres Krankheitsbild verursacht. Bei einem gesunden Menschen ist die Erkrankung nach einigen Tagen meistens reversibel.

Worum es sich bei diesen Nachwirkungen einer Grippe handelt, wie sie entstehen und was beachtet werden sollte, wird im Folgenden erklärt.

Medizinische Fakten

Bei ungefähr 80 % der Infizierten verläuft die Grippe unkompliziert ohne Symptomausbildung. Bei den restlichen 20 % jedoch beginnen die Grippesymptome schlagartig mit Schüttelfrost und einem ausgeprägten Krankheitsgefühl.

Normalerweise ist die Erkrankung nach 7-10 Tagen überstanden und die Begleiterscheinungen wie Fieber (Pyrexie), Kopf- und Halsschmerzen (Cephalgie, Pharyngitis) und Übelkeit (Nausea) sind nicht mehr vorhanden.

Dennoch kann es nach der besiegten Grippe noch zu Nachwirkungen und Komplikationen kommen. Letztere beziehen sich meist auf bakterielle Sekundärinfektionen, die zu ernsten Folgen wie Herzmuskelentzündungen (Endokarditis) oder Lungenentzündungen (Pneumonie) führen können und meistens Risikogruppen wie ältere Menschen, Immunsupprimierte oder Kleinkinder betreffen.

Die Nachwirkungen einer Grippe treten wesentlich häufiger auf und betreffen oft auch junge, gesunde Menschen. Ist die Krankheit nach gut einer Woche vom Körper in Griff gebracht, können noch folgende Beschwerden über einen längeren Zeitraum hin beobachtet werden:[1]

  • Abgeschlagenheit; Schwächegefühl
  • Müdigkeit
  • trockener Reizhusten
  • Appetitlosigkeit[2]

Somit kann der vollständige Heilungsprozess einer Influenza mehrere Wochen betragen, während denen Betroffene weiterhin unter den Nachwirkungen der Virusgrippe leiden.[3] 

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Liegt eine Grippe vor, ist das Abwehrsystem unseres Körpers stark gefordert. Die Bekämpfung der Influenzaviren erfordert viel Energie. Dafür benötigt der Körper Zeit und vermehrt Schlaf, um wieder zu Kräften zu kommen.

Des Weiteren zerstören die Influenzaviren durch ihre massive Ausbreitung im Atmungstrakt (Respirationstrakt) das Flimmerepithel der Schleimhäute. Dieses hat in der Lunge eine Selbstreinigungsfunktion (Mukoziliäre Clearence). Nach einre Grippe braucht diese Oberfläche eine gewisse Zeit, um sich wieder zu regenerieren. Staub und Erreger werden währenddessen vermehrt durch den Reizhusten aus der Lunge herausbefördert.[5]

Zu beachten:

Während und nach einer Grippe sollte dem Körper die notwendige Ruhezeit zum Ausheilen des Infekts und den Nachwirkungen gegeben werden.

Vermehrtes körperliches Training sollte unterlassen werden, da die Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol das Immunsystem zusätzlich belasten. Ist die Grippe zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig ausgeheilt und wird zu früh Sport betrieben, kann es zu schweren Komplikationen wie einer Herzmuskelentzündung (Endokarditis) kommen.

Um den Genesungsprozess zu beschleunigen und um nach einer Grippe wieder schnell fit zu sein, lohnt es sich, die körperliche Abwehr langfristig zu steigern:[6]

  • Spaziergänge
  • Gesunde Ernährung
  • das Meiden von Massenveranstaltungen zu Grippezeiten
  • eine Grippeimpfung, wenn erhöhtes Risiko vorliegt

Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe