Husten: Im Alltag

Husten geht nicht weg (nach Grippe)

© PantherMedia / Kasia Bialasiewicz

Husten (Tussis) ist eine der häufigsten Beschwerden in der deutschen Bevölkerung. Husten kann bei einer Vielzahl von Erkrankungen als Symptom auftreten. Nach Infektionskrankheiten wie einer Grippe kann Husten noch über einen längeren Zeitraum anhalten. Er geht nicht weg und beeinträchtigt den Betroffenen weiterhin. In diesem Fall sollte zu Hausmitteln gegriffen werden, um den Husten zu lindern. Mögliche Ursachen, alternative Behandlungsmethoden und wann ein Arzt aufgesucht werden muss, soll im folgenden Text erklärt werden.

Fakten zum Thema

Nach einer Grippe kann Husten noch bis zu drei Wochen bestehen bleiben, bis sich die Schleimhäute erholt haben. Dies kann verschiedenen Ursachen und Folgen haben. Die schwerwiegendste Folge ist sicher der chronische Husten.Chronischer Husten kann wiederum sehr viele Auslöser haben. An erster Stelle stehen dabei Infektionskrankheiten wie eine Grippe oder eine Erkältung.

Anhaltender Husten kann aber auch durch andere Faktoren verursacht werden. Dazu gehören zum Beispiel externe Reizstoffe wie Staub, Chemikalien, Gase, Pollen oder Tierhaare. Ebenso kann anhaltender Husten ein Symptom einer schwereren Erkrankung als einer Grippe sein. Husten tritt zum Beispiel auch bei einer Entzündung der Luftröhre (Tracheitis), der Bronchien (Bronchitis) oder der Lunge (Pneumonie) auf. [1]

Behandlungsmöglichkeiten

Eine Behandlung richtet sich immer streng nach der Diagnose. Es gibt aber ein paar Alternativen, die immer versucht werden sollten. Ausreichend Flüssigkeit ist wichtig, damit sich festsitzender Schleim verflüssigen kann und leichter abgehustet wird. Lindernd wirken auch Brust-Einreibungen, warme Wickel und Inhalationen. Kräutertees sind vor allem dann wirksam, wenn sie Eibischwurzel, Spitzwegerich und Isländisch Moos enthalten. Auch der in Honig, Lutschpastillen und Hustensirup enthaltene Zuckersirup hat lindernde Wirkung. Des Weiteren können Betroffene in einer Physiotherapie erlernen, wie sie richtig husten. Produktives Husten wird dabei gefördert und nicht produktives Husten unterdrückt. [2]

Der Arztbesuch

Husten, der über einen Zeitraum von mehreren Wochen anhält, sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Lang anhaltender Husten hat häufig eine schwerwiegendere Ursache als eine Infektionskrankheit. Wird die Ursache und der Husten nicht behandelt, können sich schwere Folgeschäden ergeben. Lang anhaltender Husten kann so zum Beispiel die Schleimhäute des Halses dauerhaft schädigen.

Ein Arzt sollte daher spätestens dann aufgesucht werden wenn:

  • Husten länger als drei Wochen anhält
  • Sich die Symptome verschlimmern
  • Weitere Symptome wie Fieber (Pyrexie) oder Ähnliche hinzukommen

Bei Kindern und älteren Menschen sowie bei Menschen mit Vorerkrankungen, kann Husten deutlich schwerer ausfallen und größeren Schaden hervorrufen. Hier sollte schon nach einer Woche husten ohne erkennbare Ursache ein Arzt aufgesucht werden. [3]