Husten: Im Alltag

Sport bei Husten?

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Husten (Tussis) betrifft fast jeden Menschen mindestens einmal pro Jahr. Husten kann im Rahmen verschiedenster Erkrankungen und in unterschiedlichen Stärken auftreten. In den meisten Fällen ist Husten ein Begleitsymptom einer Erkältung. Je nach Ursache des Hustens ergeben sich für Sportler unterschiedliche Empfehlungen, ob mit Husten weiterhin Sport getrieben werden kann. [1]

Was einen Husten auslösen kann, worauf Betroffene achten sollten und wann mit einem Husten kein Sport mehr getrieben werden sollte, wird im Folgenden erklärt.

Medizinische Fakten

Ob mit Husten (Tussis) weiterhin Sport getrieben kann, hängt in erster Linie von der Ursache des Hustens ab. Wer hustet, weil er sich verschluckt hat oder weil er einer momentan enormen Staubbelastung ausgesetzt ist, kann problemlos weiterhin Sport treiben. Bei erkältungsbedingtem Husten sollte allerdings lieber auf Sport verzichtet werden. Oft bestehen dann auch weitere Symptome wie Halsschmerzen, Schnupfen (Rhinitis) und Abgeschlagenheit.

Husten kann jedoch auch durch andere Faktoren verursacht werden. So wird von Husten auch als Symptom bei einer Refluxoesophagitis berichtet. Bei einer Refluxoesophagitis fließt saurer Mageninhalt in die Speiseröhre zurück. In einem geringen Maße ist dieses Phänomen normal (zum Beispiel nach fettem Essen). Bei einem derartig verursachten Husten, ist Sport kein Problem. Weitere Symptome, die für dieses Krankheitsbild charakteristisch sind, sind Sodbrennen, retrosternale Schmerzen sowie Schluckbeschwerden. [1][2]

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Husten ist ein Reflex des Körpers, der durch verschiedene Faktoren verursacht werden kann. Externe Reize wie Staub, Krankheitserreger oder auch Magensäure aktivieren bestimmte Rezeptoren der Atemwegsschleimhäute. Dieses Signal wird bis ins Gehirn weitertransportiert. Hier aktiviert es Hirnzentren, die dann den eigentlichen Hustenreflex auslösen: Dabei wird tief eingeatmet und daraufhin der Kehlkopf durch eine Vielzahl an kleinen Muskeln verschlossen. Durch das Zusammenziehen der Atemmuskulatur entsteht im Brustraum anschließend ein hoher Druck. Wird der Kehlkopf dann geöffnet, kann die Luft abrupt ausgestoßen werden. Externe Reizstoffe, die sich in den Atemwegen befinden, werden so nach außen befördert. [3]

Eine Erkältung wird durch Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien verursacht. Diese rufen lokale Entzündungsreaktionen hervor und stellen eine hohe Belastung für den Körper dar. Das Immunsystem wird aktiviert, um die Krankheitserreger zu bekämpfen. Auch Sport stellt eine Belastung für den Körper dar, im Rahmen welcher es zu einer gesteigerten Ausschüttung des Stresshormones Kortisol kommt. Dieses hemmt das Immunsystem in seiner Aktivität und ermöglicht es den Krankheitserregern so, sich besser und schneller zu vermehren. Aus diesem Grund ist bei infektionsbedingtem Husten von Sport eher abzuraten, da er auf den Krankheitsverlauf negative Auswirkungen haben kann. [1]

Risiken

Treten bei Husten folgende Symptome zusätzlich auf, sollte ein Arzt konsultiert werden:

  • Fieber (Pyrexie)
  • Schmerzen beim Atmen
  • Brustschmerzen
  • Atemnot

Auch, wenn Husten während der Schwangerschaft besteht, sollte auf jeden Fallvorsorglich ein Arzt aufgesucht werden und auf Sport verzichtet werden. [3]