Husten: Im Alltag

Husten geht nicht weg (Erkältung)

© PantherMedia / loganban

Husten (Tussis) ist in Schutzreflex des Körpers, mit dem Reiz- und Fremdstoffe aus den Atemwegen nach außen befördert werden sollen. Husten kann als Symptom bei einer Vielzahl verschiedener Erkrankungen auftreten. In den meisten Fällen ist Husten jedoch durch eine Erkältung (grippaler Infekt, österreichisch Verkühlung) bedingt. Der Husten geht oftmals nicht weg, auch nach Abklingen der Erkältung. Wie Husten zustande kommt, warum es sein kann, dass er nach einer Erkältung länger bestehen bleibt und welche Tipps es zur Bekämpfung des Symptoms gibt, soll im Folgenden erklärt werden.

Biologischer Zusammenhang

Husten wird durch eine Reizung, eine Verletzung oder eine Entzündung der Schleimhäute im Hals-Nasen-Rachen-Bereich verursacht. Der Druck, der beim Husten aufgebaut wird, soll die Ursache der Schädigung aus dem Körper entfernen. In der Mehrzahl aller Fälle wird Husten durch eine Erkältung hervorgerufen. Ursache des Hustens sind in diesen Fällen Viren oder seltener auch Bakterien, welche die Schleimhäute schädigen. [1] Mit Abklingen der Erkältung klingen in der Regel auch die Symptome wie Schnupfen (Rhinitis) und Unwohlsein wieder ab. Erkältungsbedingter Husten dauert aber in der Regel länger als die restlichen Symptome der Erkältung.

Erklärungsansätze

Im Schnitt dauert Husten bei einer Erkältung bis zu 18 Tage lang an.[2] Er sollte in dieser Zeit allerdings nach und nach abklingen und auch die Allgemeinsymptomatik sollte besser werden. Wissenschaftler vermuten hinter der Tatsache, dass Husten so lange andauert, dass die Schleimhäute im Hals einige Zeit brauchen, um sich zu regenerieren. Die Entzündungen müssen zunächst abheilen, was im Schnitt einige Tage lang braucht.

Eine andere mögliche Erklärung ist, dass der Hals durch das Husten während einer Erkältung noch zusätzlich gereizt wurde. Es kann somit zu einer viel stärkeren Reizung des Halses kommen, als anfangs durch die Viren verursacht worden war. Außerdem kann andauernder Husten aber auch andere Ursachenhaben wie:

  • Fremdkörper
  • Staubbelastung
  • Chronische Erkrankungen

Tipps zur Behandlung

Zur Linderung der Symptome kann auf verschiedene Alternativen der Medizin zurückgegriffen werden: Empfehlenswert ist zum Beispiel Spitzwegerichsirup. Dazu werden etwa 4 EL Spitzwegerichblätter mit einem Liter Wasser aufgekocht. Der Sud muss anschließend eine Weile ziehen. Anschließend werden die Blätter durch ein Sieb von der Flüssigkeit getrennt. Der Sud wird mit 400 Gramm Kandiszucker aufgekocht. Wenn er eine dickflüssige Konsistenz angenommen hat, ist die selbst gemachte Medizin fertig. 3-4-mal kann der Betroffene täglich einen Löffel einnehmen. Auch Isländisch Moos-Lutschpastillen, Kräuterteemischungen (z. B. 20 g Anisfrüchte, 25 g Eibischwurzel, 10 g Isländisch Moos) [3] oder Globuli können helfen.

Als Globuli werden empfohlen:

  • Spongia tosta D6 (bei bellendem, trockenem, hohl klingendem, sägendem Husten)
  • Bryonia D6 (bei trockenem, schmerzhaftem Husten, der sich durch das Betreten eines warmen Raumes verschlimmert und der durch ein tiefes Einatmen ausgelöst werden kann)

Bleibt Husten länger als zwei Wochen lang bestehen, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden![4]