Husten Reizhusten: Ursachen

Reizhusten durch "ACE Hemmer"

© PantherMedia / Piotr Marcinski

Bestimmte Mittel zur Blutdrucksenkung (ACE-Hemmer) können als Nebenwirkung Reizhusten auslösen. In diesem Fall kann der Arzt ein anderes Medikament verschreiben. Im folgenden Text sollen die medizinischen Fakten und biologischen Zusammenhänge näher erläutert werden.

Medizinische Fakten

Nach der Einnahme von bestimmten Mitteln zur Blutdrucksenkung, den sogenannten ACE-Hemmern, kann es zu einem trockenen Reizhusten kommen. Meist tritt das Symptom einige Wochen nach dem Beginn der Einnahme dieser Medikamente auf. Die tieferen Atemwege fühlen sich trocken und gereizt an und es kommt zum Hustenreiz. In einigen Fällen klingt der Husten bei einer längeren Einnahme der Medikamente wieder ab.

Biologischer Zusammenhang

ACE-Hemmer werden Patienten mit Herzschwäche oder Bluthochdruck verschrieben. Sie bewirken, dass sich die Blutgefäße des Körpers weiten. Zusätzlich regen sie die Funktion der Nieren an. Dadurch wird vermehrt Flüssigkeit ausgeschieden und es befindet sich insgesamt weniger Blut im Körperkreislauf. Beides trägt dazu bei, dass der Blutdruck im Körperkreislauf sinkt. Dadurch wird auch das Herz entlastet, weil es nicht mehr gegen den hohen Blutdruck anpumpen muss. ACE-Hemmer hemmen zudem den Abbau des des Hormons Bradykinin im Körper, das sich in Folge im Körper anreichert. Bradykinin trägt zur Weitung der Gefäße bei, kann aber auch bewirken, dass sich die Muskulatur der tieferen Atemwege (Bronchialmuskulatur) zusammenzieht, wodurch es zum Hustenreiz kommt.

Zu beachten

Es gibt verschiedene Möglichkeiten um Bluthochdruck zu behandeln. ACE-Hemmer sind eine davon. Wenn die Einnahme eines ACE-Hemmers zu Reizhusten führt, kann der Arzt ein anderes Medikament zur Blutdrucksenkung verschreiben, beispielsweise ein entwässerndes Mittel.