Husten Reizhusten: Ursachen

Reizhusten nach Sport

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Ein Hustenreiz kann durch viele unterschiedliche Faktoren ausgelöst werden. In den meisten Fällen treten Hustenreiz oder Reizhusten im Zusammenhang mit viralen oder bakteriellen Infektionen auf. Aber auch nach Sport kann Reizhusten ausgelöst werden.

Wie Reizhusten zustande kommt, warum Sport eine Ursache sein kann und was dabei zu beachten ist, soll im Folgenden erklärt werden.

Medizinische Fakten

Hustenreiz entsteht durch die Reizung bestimmter Sensoren im Hals- und Rachenbereich. Diese Reizung geschieht in den meisten Fällen durch Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien. Ebenso können Fremdstoffe wie Gase oder Chemikalien einen Hustenreiz verursachen.

Hustenreiz ist ein natürlicher (physiologischer) Schutzreflex unseres Körpers. Er schützt die Atemwege davor, zu lange mit potenziell gefährlichen Stoffen in Berührung zu stehen. Besonders im Winter kann es auch während und nach dem Sport sowohl in einer Halle als auch im Freien zu Reizhusten kommen. Grund dafür ist das Austrocknen der Bronchialschleimhaut durch die kalte, meist trockene Luft. Außerdem wird bei Anstrengung eher durch den Mund geatmet. Normalerweise wird die Luft in der Nase auf Körpertemperatur angewärmt und angefeuchtet. Die Schleimhaut in Mund und Rachen kann diese Leistung jedoch nicht erbringen. [1]

Bei wem es nach dem Sport zu Reizhusten kommt, ist schwer vorherzusagen. Jeder Mensch hat andere individuelle Voraussetzungen, die ihn mehr oder weniger anfällig für Reizhusten machen. Auch die Art des Sports spielt dabei eine Rolle: Ein Spaziergang, bei dem fast normal geatmet wird, stellt kein großes Risiko für einen Reizhusten dar. Bei einer lang anhaltenden Belastung, bei der ständig durch den Mund geatmet wird, ist die Gefahr, Reizhusten zu entwickeln, weitaus höher. Im Winter leiden vor allem Ausdauersportler wie Jogger, Fahrradfahrer und Crossläufer unter Hustenreiz nach dem Sport. [2]

Biologischer Zusammenhang

Hustenreiz und Reizhusten werden durch Sensoren vermittelt, die in der Halsschleimhaut sitzen. Werden diese Sensoren gereizt, wird ein Signal an das Hustenzentrum im Hirnstamm gesendet. Daraufhin wird durch Muskelkontraktion der eigentliche Hustenstoß ausgelöst. Die Sensoren reagieren auf

  • Krankheitserreger
  • Fremdstoffe
  • mechanische Reizung

Kommt es durch kalte Luft zum Austrocknen der Schleimhäute, können dieSensoren viel leichter gereizt werden, als es sonst der Fall ist. Auch ganz normales Atmen kann dann eine Reizung verursachen. [3]

Zu beachten

Auch wenn bei Hustenreiz nach dem Sport keine Erkrankung vorliegt, ist es wichtig, den Hals zu schonen. Durch das Austrocknen sind die Schleimhäute nun anfälliger für alle Arten von Krankheitserregern und weitere schädliche Einflüsse. Im Normalfall stellen alle Schleimhäute – besonders die des Hals-Nasen-Rachen-Raums und der Augen – eine Barriere gegen das Eindringen von Krankheitserregern dar. Diese Barriere fällt bei Austrocknung für einige Stunden bis hin zu einem oder zwei Tagen weg. Wer sich nach dem Ausüben von Sport nicht schont oder Kontakt mit erkrankten Personen hat, steht unter erhöhtem Risiko, selbst zu erkranken.

Kinder, ältere Menschen und Personen mit vorliegenden Grunderkrankungensind besonders anfällig für Hustenreiz nach dem Sport. Sie sollten daher bei Temperaturen um 0 °C keinen Sport an der frischen Luft treiben. [4]