Schnupfen: Häufige Fragen

Schnupfen löst sich nicht

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Schnupfen (Rhinitis) tritt im Rahmen von Infektionskrankheiten, Allergien und auch bei chronischen Erkrankungen auf. Schnupfen ist zwar in der Regel nicht gefährlich, er kann aber sehr unangenehm werden.

Der Schnupfen löst sich nicht? Woran das liegen kann, welche Behandlungsmethoden zur Linderung herangezogen werden können und in welchen Fällen ein Arztbesuch indiziert ist, zeigen die folgenden Ausführungen.

Fakten zum Thema

Eine chronisch verstopfte Nase kann zahlreiche Ursachen haben. Eine genaue Diagnose ist wichtig, um den richtigen Behandlungsweg einzuschlagen.

Unter anderem kann chronischer Schnupfen durch Infektionskrankheiten, durch Allergien oder durch externe Reizfaktoren wie Staub, Chemikalien oder Gase verursacht werden. Auch chronische Entzündungen können aber Schnupfen hervorrufen.

Behandlungsmethoden

Nach der Ursache des Schnupfens richtet sich seine Behandlung:

Bei allergischem Schnupfen gilt Allergenkarenz, also das Vermeiden eines Allergenkontaktes. Zur Behandlung von akuten Anfällen können Antihistaminika verordnet werden. Eine Allergie muss aber immer ärztlich untersucht und bestätigt werden. Erst dann kann eine medikamentöse Behandlung erfolgen.

Bei hormonellem Schnupfen in der Schwangerschaft ist die Linderung der Symptomatik durch Meerwasser- oder Kochsalzhaltiges Nasenspray zu empfehlen. Während der Schwangerschaft sollte auf Nasenspray mit ätherischen Ölen sowie Xylometazolin verzichtet werden.

Bei vasomotorischem Schnupfen können Antihistaminika und kortikosteroidhaltige Nasensprays helfen. Die Nasensprays sollten allerdings nicht länger als eine Woche lang eingesetzt werden. Werden sie über einen längeren Zeitraum angewandt, können sie zu einem ähnlichen Effekt wie Drogen führen: Der Körper gewöhnt sich an die Substanzen. Nach dem Absetzen der Nasensprays kann so erneut Schnupfen auftreten.

Wird Schnupfen durch Grunderkrankungen wie Tuberkulose oder Sarkoidose verursacht, steht die Behandlung der Grunderkrankung im Vordergrund. Eine alleinige Behandlung der Symptome bringt in solchen Fällen keine langfristig anhaltende Linderung.[1]

Es gibt einige Behandlungsmethoden, die immer, unabhängig von der Ursache des Schnupfens, zur Linderung eingesetzt werden können. Dazu gehören:

  • Nasendusche mit Kochsalzlösung
  • Nasenspray mit Kochsalzlösung
  • Inhalation mit Kamillenblütenbädern (oder ätherischen Ölen)[2]

Zu beachten

Bei Medikamenten, die Kortison oder deren Derivate (Abkömmlinge) enthalten, muss beachtet werden, dass diese nicht länger als etwa sieben Tage lang angewandt werden dürfen. Außerdem hemmt Kortison die Funktion des Immunsystems. Personen, die diese Medikamente anwenden, sind also während dieser Zeit anfälliger für Infektionen.

Schnupfen, der über einen Zeitraum von mehr als drei Wochen besteht, sollte ärztlich abgeklärt werden. Unter anderem kann andauernder Schnupfen ein Symptom von chronischen Entzündungen sein. Ebenso können anatomische Veränderungen in der Nase (sogenannte Septumdeviationen) einen andauernden Schnupfen verursachen. Je früher die Ursache für Schnupfen, der sich nicht löst, gefunden wird, desto besser ist auch die Prognose. Liegt eine anatomische Veränderung vor, ist unter Umständen eine Septumplastik oder Reduktion der unteren Nasenmuschel notwendig.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen