Schnupfen: Häufige Fragen

Nase frei bekommen (ohne Nasenspray)

© PantherMedia / Thomas Lammeyer

Eine verstopfte Nase bedeutet eine große Einschränkung im Alltag. Auch ohne die Hilfe von Nasenspray kann man die Nase wieder freibekommen. Wissenswerte Fakten sowie biologische Zusammenhänge zum Thema, was man ohne Nasenspray tun kann, werden im folgenden Text erläutert.

Fakten zum Thema

Im Rahmen einer Erkältung oder auch einer Allergie kann die Nase so verstopft sein, dass man keine Luft mehr durch die Nase bekommt. Viele fragen sich in einem solchen Fall, was außer Nasenspray gegen eine verstopfte Nase hilft. Es gibt zahlreiche Hausmittel, die dabei helfen können, den Schleim in den Atemwegen zu lösen und die Schnupfenerreger zu bekämpfen.

Eine gute Alternative zum Nasenspray ist z. B. die Nasenspülung. Hierfür wird eine Nasendusche benötigt, mit der jodhaltiges Salzwasser durch die Nasengänge gespült wird. Der Schleim wird so ausgespült und das Jod hat zusätzlich eine schleimlösende und antiseptische (keimreduzierende) Wirkung.[1] Man kann auch Jodwasser trinken, um über den Elektrolythaushalt („Salzhaushalt“) einen positiven Einfluss auf den Schnupfen zu nehmen.

Ätherische Öle können eine schleimlösende Wirkung auf die Atemwege haben. So kann es z. B. helfen, Teebaumöl oder japanisches Minzöl einzuatmen. Diese können beispielsweise auf die Haut unter der Nase oder auf die Brust aufgetragen werden, damit die Düfte ständig eingeatmet werden und die Nase frei machen. Bei Teebaumöl ist eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung nachgewiesen.[2] Eine aufgeschnittene Zwiebel kann einen ähnlichen Effekt haben, z. B. wenn man daran riecht oder sie einfach über Nacht neben das Bett legt.

Heißer Wasserdampf löst den Schleim und befeuchtet zusätzlich die gereizten Schleimhäute. Die großflächige Wärmeeinwirkung auf die Atemwege hat einen antiviralen Effekt; ein Dampfbad mit z. B. Kamille als Zusatz wirkt außerdem entzündungshemmend.[3] Heiße Suppe oder heißer Tee können ähnlich wirken, da auch hier heißer Wasserdampf eingeatmet wird und die Schleimhäute der Atmungsorgane befeuchtet werden. Viel Flüssigkeit hält außerdem den Schleim dünnflüssig.

Eine Maßnahme für einen ruhigeren Schlaf ist es, den Kopf nachts hoch zu lagern, damit der Schleim sich nicht festsetzt.

Biologischer Zusammenhang

Ist die Nase verstopft, kann dies unterschiedliche Ursachen haben. Sokann z. B. eine Entzündung der Schleimhäute aufgrund eines erkältungsbedingten Schnupfens (Rhinitis) oder durch eine Allergie (Heuschnupfen, allergische Rhinitis) vorliegen. Auch raumfordernde Ursachen wie vergrößerte Polypen oder eine verkrümmte Nasenscheidewand sind denkbar. Insgesamt kommt es bei einer verstopften Nase zu einer Verhinderung des Sekretabflusses.

Auf der Schleimhaut der Atemwege befindet sich ständig ein dünner Schleimfilm, der die Schleimhäute feucht hält und eingeatmete Schmutzpartikel auffängt. Der Schleim der oberen Atemwege wird von kleinen Härchen rachenwärts transportiert und ständig in Bewegunggehalten. Kommt es zum Anschwellen der Schleimhaut, wie es z. B. bei einer Entzündung oder einer Allergie der Fall ist, werden die Abflussmöglichkeiten des Schleims aus den Nasennebenhöhlenverschlossen und aus der Nase zu und die Nase ist verstopft. Zu einer Schwellung der Nasenschleimhaut kommt es, wenn Bakterien oder Viren in die Atemwege gelangen und der Körper darauf mit einer Entzündungsreaktion reagiert. Die Blutgefäße der Nasenschleimhaut werden dabei erweitert, um den Erreger besser bekämpfen zu können;der Durchmesser der Nasengänge wird dadurch kleiner.[4]

Gelingt es, den Schleim zu lösen, um wieder eine bessere Belüftung und Passage durch die Atemwege sicherzustellen, ist die Ursache für den Schnupfen behoben und der Körper schafft es leichter, sich selbst zu heilen. Mit den oben erläuterten Tipps kann man auch ohne Nasenspray die Nase frei bekommen, damit eine eventuelle Entzündung nicht weiter fortschreiten kann.


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen