Grippe: Risiken

Grippeimpfung bei Hühnereiweißallergie

© PantherMedia / Manuel Schäfer

Die Impfstoffe für die Grippeimpfung werden im Labor künstlich hergestellt. In der Regel werden dafür die Grippe-Erreger auf Hühnereiweiß vermehrt. Deshalb kann es bei der Grippeimpfung und einer Hühnereiweißallergie zu erheblichen Nebenwirkungen kommen.

Was bei der Grippeimpfung passiert, welche Nebenwirkungen bei einer Allergie auftreten können und was in diesem Zusammenhang unbedingt beachtet werden muss, beschreibt der folgende Text.

Fakten zum Thema

Die Impfstoffe bei einer Grippeimpfung setzten sich in der Regel aus den Antigenen (spezifische Strukturen, die vom Immunsystem erkannt werden) dreier verschiedener Grippeviren-Stämme zusammen. Jedes Jahr wird der Impfstoff neu zusammengestellt, um ihn an die derzeit vorherrschenden Erreger anzupassen. Die Erreger der Grippe für die Impfstoffe werden auf Kulturen aus Hühnereiweiß oder direkt in Hühnereiern gezüchtet. Bevor sie zu einem Impfstoff verarbeitet werden, werden sie aufgereinigt. Trotz dieser Aufreinigung kann aber etwas von dem Eiweiß an den Stoffen hängen bleiben und in die Impfseren gelangen.

Im Allgemeinen gilt die Empfehlung, dass sich Menschen mit einer Allergie gegen Hühnereiweiß nicht impfen lassen sollten. Viele Mediziner relativieren diese Aussage jedoch und empfehlen, im Einzelfall darauf zu achten, wie stark die Allergie ausgeprägt ist.[ 1]

Empfehlungen

Bei Menschen, die unter schweren chronischen Erkrankungen oder einer stark ausgeprägten Schwäche des Immunsystems leiden, kann eine Grippe sehr schwer verlaufen. Bei diesen Personengruppen kann eine Grippeimpfung sogar lebensrettend sein. Liegt eine Hühnereiweißallergie vor, so muss im Einzelfall das Risiko der Impfung gegen das Risiko einer Grippeinfektion abgewogen werden. Bei Menschen mit lediglich einer leichten Reaktion auf Hühnereiweiß (zum Beispiel einer Nesselsucht) kann eine Impfung in der Regel problemlos erfolgen. Betroffene werden nach der Impfung noch für einige Zeit in der Praxis behalten. In der Regel treten aber keine stärkeren als die normalen Impfreaktionen auf.

Selbst Menschen mit einer starken Allergie gegen Hühnereiweiß werden in Einzelfällen geimpft. Dann erfolgt die Impfung in der Regel im Krankenhaus, um bei eventuellen Nebenwirkungen sofort reagieren zu können. [2]

Tipps

Eine leichte Allergie auf Hühnereiweiß prägt sich im Alltag in der Regel kaum aus. Wer in der Familie schon Betroffene hatte, die gegen Hühnereiweiß allergisch waren oder die in der Vergangenheit an einem Impfschaden gelitten haben, sollten sich vorher auf eine Allergie testen lassen.

Besteht eine Allergie und soll trotzdem geimpft werden, so muss darauf geachtet werden, dass der Körper nicht durch weitere Erkrankungen vorbelastet ist.Nicht geimpft werden darf bei:

  • Fieber (Pyrexie)
  • Entzündungen
  • offenen Verletzungen [3]

Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe