Grippe: Risiken

Ist die Grippeimpfung gefährlich?

© PantherMedia / Josef Müllek

Ob die Grippeimpfung gefährlich ist oder nicht, lässt sich nicht immer eindeutig sagen. Durch die Grippe Impfung lässt sich mit einer hohen Wahrscheinlichkeit die Infektion durch die Influenza vorbeugen. Dennoch birgt die Impfung an sich auch Gefahren.

Welche Gefahren von der Impfung ausgehen und welche Konsequenzen das nach sich zieht, soll im nachfolgenden Text besprochen werden.

Medizinische Fakten

Bei der Grippeimpfung wird der Körper durch Kontakt mit dem Erreger auf einen möglichen Infekt vorbereitet. Dabei werden Teile des Influenzavirus oder das ganze Virus, in einer abgetöteten Form, in den Körper injiziert. Das Immunsystem reagiert auf die beiden Oberflächenproteine Neuradiminase und Hämagglutinin des Influenzavirus und produziert Immunoglobuline (Antikörper) gegen diese. Dadurch wird der Körper immunisiert und falls es zum Kontakt mit dem Grippeerreger kommt, ist der Körper bereits auf diesen vorbereitet.

Jedoch verändert sich der Virus durch Mutationen stetig, wodurch es trotz Impfung zum Ausbruch der Krankheit kommen kann. Jedoch verläuft die Grippe dann meistens in einer abgeschwächten Form. Dies ist auch der Fall, wenn der Körper von einen anderen Virusstamm infiziert wird. Der Körper ist allein durch die Impfung nicht 100%ig geschützt. [1]

Nebenwirkungen der Grippeimpfung sind in den meisten Fällen gerötete Haut an der Einstichstelle (10-40 % der Geimpften) und auch leichtere Symptome, wie etwa Unwohlsein, Muskelschmerzen und leicht erhöhte Temperatur (5-10%). Diese Symptome lassen sich auf die Reaktion des Immunsystems auf die Grippeerreger zurückführen, nicht aber jedoch auf einen Ausbruch der Krankheit. Dies ist durch das Injizieren eines Totimpfstoffes nicht möglich. In seltenen Fällen kommt es zu allergischen Reaktionen des Körpers, z.B. auf Grund der enthaltenden Hühnerproteine. Diese sind im Impfstoff aufgrund des Produktionsverfahrens in bebrüteten Eiern. [2]

Mythen

Die Befürchtung, dass es durch die enthaltenen Inhaltsstoffe, wie etwa Spuren von Formaldehyd oder anderen Stoffen, zu Erkrankungen bei geimpften Personen kommen kann, wurde bis jetzt nicht bestätigt. Auch die Behauptung, dass es bei Kleinkindern zu Autismus kommen kann, wurde durch mehrere Studien widerlegt.

Zu beachten

Impfen lassen sollten sich insbesondere bestimmte Risikogruppen, wie etwa:

  • Ältere Personen (über 60 Jahre)
  • Bewohner von Alten- und Pflegeheimen
  • Kinder und Erwachsene mit bestimmten Grunderkrankungen (chronische Erkrankungen, HIV, Organtransplantation) [3]

Die Vorteile überwiegen maßgeblich die Nachteile einer Impfung, weshalb eine Impfung jedem anzuraten ist.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe