Grippe: Risiken

Grippeimpfung trotz Antibiotika?

© PantherMedia / Peter Zvonar

Die Grippeimpfung ist eine Schutzimpfung, die vor einer Infektion mit Influenza-Viren schützen soll. Bei gleichzeitiger Einnahme von Antibiotika sollte jedoch vorher zusammen mit dem Arzt überlegt werden, ob die Impfung zu dem Zeitpunkt sinnvoll ist.

Wie eine Impfung trotz Antibiotika auf den Körper wirkt und welche Risiken dabei bestehen, wird im Folgenden ausführlich erläutert.

Fakten zum Thema

Die Grippeimpfung dient der Immunisierung des Körpers gegen Grippe-Erreger, sogenannte Influenza-Viren. Eine Grippeimpfung wird vor allem bei folgenden Personengruppen empfohlen:

  • Kinder
  • Ältere Menschen
  • Personen mit Vorerkrankungen

Antibiotika sind Wirkstoffe, die speziell gegen Bakterien wirken. Sie haben allerdings auch die Eigenschaft, dass sie den Körper belasten und das Immunsystem beeinträchtigen. Eine gleichzeitige Einnahme von Antibiotika und der Grippe-Impfung sollte möglichst vermieden werden.[1]

Biologischer Zusammenhang

Bei Impfungen wird zwischen einem Tot- und Lebendimpfstoff unterschieden. Bei letzterem werden dem Körper lebende Viren, welche in ihrer Infektionskraft abgeschwächt wurden, verabreicht. Bei Totimpfstoffen werden lediglich Proteine und Oberflächenbestandteile der Viren geimpft. In Deutschland ist der Grippeimpfstoff ein Totimpfstoff. Durch den Kontakt mit diesen Oberflächenbestandteilen bildet das Immunsystem spezifische Proteine (sog. Antikörper), mit deren Hilfe der Virus erkannt und isoliert werden kann.[2]Gleichzeitig werden auch Gedächtniszellen gebildet, welche im Körper gespeichert werden. Bei einem erneuten Kontakt mit den Antigenen der Influenza-Viren werden diese Gedächtniszellen sofort aktiv. Sie beginnen direkt nach der Infektion mit der Abwehr und mit der gleichzeitigen Aktivierung des Immunsystems.

Ein gesundes Immunsystem ist wichtig für einen guten Impfschutz. Sollte der Körper während einer Impfung krank sein, so dass Antibiotika notwendig sind, ist dieser Impfschutz nicht gesichert. Wird in dieser Zeit der Impfstoff verabreicht, kommt es möglicherweise nicht zur Ausbildung oben genannter Antikörper und Gedächtniszellen. Die Impfung muss dann wiederholt werden, wenn die akute Infektion ausgeheilt ist.

[3]

Tipps

Werden von ärztlicher Seite Antibiotika verschrieben und steht eine Grippeimpfung an, so sollte der Betroffene sobald wie möglich versuchen, den Termin zu verschieben. Nach der Einnahme von Antibiotika sollten etwa 2 Wochen vergehen, bevor die Impfung stattfindet. Diese Zeit kann der Körper nutzen, um sich zu erholen. Die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Impfung mit einem sicheren Schutz vor der Infektion wird so gesteigert.[4]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe