Grippe: Risiken

Krank nach Grippeimpfung

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Die Grippeimpfung gehört zu den am häufigsten durchgeführten Impfungen in Deutschland. Nicht jeder muss sie grundsätzlich erhalten, für bestimmte Personengruppen wird eine Grippeimpfung aber empfohlen. In Einzelfällen kann es nach einer Impfung zu Beschwerden kommen. Richtig krank werden Betroffene dabei aber selten.

Was bei der Grippeimpfung passiert, warum sie krank machen kann und was zu beachten ist, soll im Folgenden erklärt werden.

Fakten zum Thema

Nach einer Impfung kann es zu grippeähnlichen Beschwerden kommen. Diese Reaktionen zeigen die Auseinandersetzung des Immunsystems mit dem Impfstoff an. Unter anderem können sich Symptome zeigen wie

  • Fieber (Pyrexie)
  • Abgeschlagenheit
  • Kopfschmerzen (Cephalgie)
  • Gliederschmerzen

In der Regel sind diese Beschwerden nicht gefährlich. Bei den meisten Betroffenen halten sie etwa ein bis zwei Tage an. Spätestens nach drei Tagen sollten sie wieder verschwunden sein, andernfalls sollte erneut ein Arzt aufgesucht werden.[1]

Biologischer Zusammenhang

Die Impfung gegen Grippe kann auf zwei Arten erfolgen. In den meisten Fällen wird mit einem Lebendimpfstoff geimpft. Dieser enthält die Krankheitserreger in einer veränderten und somit abgeschwächten Form. Diese Erreger können keine tatsächliche Grippe mehr hervorrufen. Auf ihrer Oberfläche tragen sie aber dieselben Erkennungsstrukturen (Antigene) wie tatsächliche Grippe-Viren. Durch diese Antigene wird das Immunsystem dazu aktiviert, Abwehrzellen (Antikörper) zu bilden. Bestimmte Zellen, sogenannte Gedächtniszellen, werden im Körper gespeichert. Sie können bei einer erneuten Infektion mit Grippeviren das Immunsystem schnell und gezielt aktivieren, sodass der Ausbruch von Grippesymptomen meist verhindert werden kann.

Die Erreger, die im Impfserum enthalten sind, haben also noch bestimmte Eigenschaften der Grippe-Erreger. In Einzelfällen kann es so dazu kommen, dass das Immunsystem stärker aktiviert wird und sich leichte Symptome einer Grippe zeigen.

Eine andere Möglichkeit der Impfung besteht aus einem Totimpfstoff. Dieser enthält die Antikörper gegen Grippe-Erreger. Er wird in der Regel direkt bei einer Infektion genutzt. Da sich bei dieser Methode keine Grippe-Erreger im Impfserum befinden, treten hiernach in der Regel keine Beschwerden auf.[2]

Zu beachten

Kinder und ältere Menschen sind besonders empfindlich. Bei ihnen treten daher Nebenwirkungen der Impfung häufiger auf als bei Menschen mittleren Alters.

Bleiben die Beschwerden länger als vier Tage bestehen, sollte zur Vorsicht ein Arzt aufgesucht werden. Diese Empfehlung gilt ebenso, wenn hohes Fieber (Pyrexie), Erbrechen (Emesis) oder Atemnot auftreten. [3]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe