Grippe: Risiken

Grippeimpfung bei Schnupfen

© PantherMedia / Andriy Popov

Die Impfung gegen Grippe wird für bestimmte Personengruppen besonders empfohlen. Eine Grippeimpfung kann mit leichten Nebenwirkungen einhergehen, in der Regel ist sie aber ungefährlich. Grundsätzlich kann eine Grippeimpfung auch bei Schnupfen erfolgen, in einigen Fällen sollte sie jedoch lieber verschoben werden.

Was bei der Grippeimpfung passiert, wie sie mit Schnupfen zusammenhängt und wann von ihr während einer solchen Erkrankung abgeraten werden sollte und wann nicht, wird im Folgenden erklärt.

Fakten zum Thema

Ein leichter Schnupfen tritt im Durchschnitt bei jedem Deutschen etwa fünf- bis zehnmal im Jahr auf. Ein Schnupfen ist im Allgemeinem kein Grund zur Besorgnis und geht in der Regel von alleine wieder weg.

Ein Schnupfen kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden. In der Mehrheit aller Fälle sind Viren oder Bakterien für ihn verantwortlich. Er kann jedoch auch im Rahmen von Entzündungen, chronischen Erkrankungen oder aufgrund von Allergien oder Unverträglichkeiten auftreten.

Bei einem leichten Schnupfen ist eine Grippeimpfung kein Problem. Je stärker der Schnupfen ist und je mehr weitere Symptome vorliegen, desto stärker wird die Gefahr, dass bei der Grippeimpfung Nebenwirkungen auftreten. [1]

Biologischer Zusammenhang

Bei der Grippeimpfung werden dem Körper bestimmte Eiweißstoffe der Grippeviren, sogenannte Antigene, verabreicht. Dadurch wird das Immunsystem aktiviert. Es beginnt daraufhin mit der Bildung sogenannter Antikörper. Das sind speziell gegen die Viren gerichtete Abwehrstoffe. Für diese Produktion benötigt der Körper Energie. Bei einem Schnupfen ist das Immunsystem aber bereits damit beschäftigt, die Schnupfenerreger abzuwehren. Eine zusätzliche Belastung des Körpers mit weiteren Viren kann dazu führen, dass das Immunsystem überlastet wird. Dann können sich die Viren weiter im Körper ausbreiten und vermehren. Dadurch kann entweder der Schnupfen weitaus länger als normal anhalten oder es können nach einer Grippeimpfung schwere Symptome auftreten, die an eine Grippe erinnern. [2]

Tipps

In einigen Fällen ist Schnupfen ein Anzeichen für schwere Entzündungen oder chronische Erkrankungen. In der Regel treten dann aber noch weitere Symptome auf, die ihn von einem einfachen Schnupfen abgrenzen. Bei diesen Erkrankungen sollte nicht geimpft werden. Eine Impfung sollte verschoben werden, wenn folgende Symptome auftreten:

  • Fieber (Pyrexie)
  • akute Verletzungen
  • Unwohlsein und Übelkeit
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Magenschmerzen
  • Atemnot

Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe