Grippe: Risiken

Grippeimpfung & Herzinfarkt

© PantherMedia / Leung Cho Pan

Der Herzinfarkt ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Bis heute gibt es noch keine absolut sichere Methode, ihn zu vermeiden oder ihm vorzubeugen. Forscher fanden aber im Jahr 2013 heraus, dass eine Grippeimpfung eventuell dazu beitragen kann, das Risiko für einen Herzinfarkt zu senken.

Was ein Herzinfarkt ist, wie die Grippeimpfung dagegen wirkt und wie die Ergebnisse zu deuten sind, wird im folgenden Text erläutert.

Fakten zum Thema

Nicht immer ist ein Herzinfarkt tödlich, er kann aber auch zu bleibenden Schäden führen. Bei einem Herzinfarkt kommt es zum Absterben von Teilen des Herzmuskels (Myokard). Dies ist bedingt durch eine Minderversorgung mit Blut in den betroffenen Arealen (Ischämie). Ausmaß und Folgen eines Herzinfarkts können ganz unterschiedlich sein.

Die Ursachen für einen Herzinfarkt sind vielfältig. Unter anderem kommen infrage:

  • Koronare Herzerkrankung (KHK)
  • Verkalkung der Arterien (Arteriosklerose)
  • Bildung von Blutgerinnseln (Thromben)

Es gibt noch kein Mittel, das zuverlässig vor Herzinfarkt schützt. Im Jahr 2013 sorgte jedoch die Mitteilung für Aufsehen, dass eine Grippeimpfung das Risiko für einen Herzinfarkt senken kann. [1]

Biologischer Zusammenhang

Bei einem Herzinfarkt liegt die Ursache in den meisten Fällen in einer akuten Veränderung der Strömungs- oder der Gerinnungseigenschaften des Blutes. Auch Infektionen wie eine Erkältung oder eine Grippe können eine solche Veränderung bewirken. Sie werden somit als Auslöser (Trigger) für einen Herzinfarkt eingestuft. Erwachsene mit einer Grippeimpfung sind nach dieser Einschätzung weniger gefährdet, einen plötzlichen Herzinfarkt zu erleiden.

Diese allgemeine Aussage muss jedoch relativiert werden. Eine Grippe alleine kann keine Ursache für einen Herzinfarkt sein. Der Großteil der Mediziner ist überzeugt, dass dazu immer mehrere Faktoren zusammenkommen müssen. Eine Grippeimpfung könnte dann aber bei Menschen sinnvoll sein, die aufgrund ihrerpersönlichen Disposition (Anfälligkeit für die Ausbildung einer Krankheit) sowieso schon ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt aufweisen. [2]

Tipps

Bei Menschen mit einem erhöhten Risiko für einen Herzinfarkt darf die Grippeimpfung nicht als ausreichende Prophylaxe angesehen werden. Hier gilt es auch weiterhin auf die individuellen Risikofaktoren wie Ernährung, Bewegung, Stress und Substanzmissbrauch zu achten. [3]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe