Grippe: Risiken

Grippeimpfung nach Erkältung

© PantherMedia / Design Pics

Die Grippe ist neben der Erkältung eine der häufigsten Infektionskrankheiten überhaupt. Im Gegensatz zur Erkältung kann eine Grippe im Extremfall lebensgefährlich sein. Für bestimmte Personengruppen gilt die Empfehlung, sich gegen eine Grippe impfen zu lassen. Gesunde Menschen mittleren Alters überstehen eine Grippe aber in der Regel ohne Probleme. Um nach einer überstandenen Erkältung eine Grippeinfektion zu vermeiden, planen viele Menschen eine Grippeimpfung direkt nach einer Erkältung. Ob das möglich ist, was beachtet werden muss und wann eine Impfung verschoben werden sollte, soll im Folgenden erklärt werden.

Medizinische Fakten

Die Grippeimpfung erfolgt hierzulande fast ausschließlich mit einem sogenannten Totimpfstoff. Der Begriff steht für die Impfung mit einem abgetöteten Influenza-Virus. Bei Kindern im Alter von 2-17 Jahre wird auch der etwas effektivere Lebendimpfstoff verwendet. Das bedeutet, dass die Grippe-Erreger (in abgeschwächter Form) eingeimpft werden. Das Risiko, sich durch eine Impfung mit dem Lebendimpfstoff zu infizieren, ist größer als beim Totimpfstoff. Deswegen verwendet man heute eher den Totimpfstoff.

Die Wirkung ist bei beiden Impfstoffen ähnlich. Zunächst wird das Immunsystem aktiviert. Es kommt zur Ausbildung von Antikörpern gegen die Erreger und gleichzeitig zur Bildung von sogenannten Gedächtniszellen. Diese Gedächtniszellen werden im Körper gespeichert und können so bei einer tatsächlichen Infektion sofort aktiv werden.

Da bei der Impfung das Immunsystem belastet wird, ist es sinnvoll, bei der Impfung vollkommen gesund zu sein. Eine Impfung gegen Grippe kann aber sowohl bei als auch nach einer leichten Erkältung durchgeführt werden. Solange der Betroffene nicht unter hohem Fieber und allgemeiner Abgeschlagenheit leidet, ist eine Impfung in der Regel kein Problem.[1]

Präventionsmaßnahmen

Ist eine Impfung geplant, so sollte vorher auf die eigene Gesundheit geachtet werden. Betroffene Personen sollten versuchen, den Kontakt mit Erkrankten zu meiden. Wer Sorge hat, dass ihn die zusätzliche Impfung bei einer Erkältung überfordert und sein Allgemeinbefinden verschlechtert, kann seinen Arzt darüber informieren. Dieser kann den Impftermin in der Regel problemlos verschieben.[2]

Mythen

Wichtig ist es, eine Erkältung von einer Grippe zu unterscheiden. Beides sind Infektionskrankheiten. Sie werden jedoch durch unterschiedliche Faktoren hervorgerufen und gehen mit unterschiedlich schweren Symptomen einher. Im Gegensatz zu vielen langläufigen Meinungen macht es keinen Sinn, bei einer bestehenden Grippe noch zu impfen.

Zu beachten

Die grundsätzliche Empfehlung lautet zwar, dass eine Erkältung kein Hindernis bei einer Grippeimpfung ist, dies muss aber immer individuell beurteilt werden.Betroffene Personen, die sich unsicher sind, sollten ihren Impftermin vorsichtshalber verschieben. Auch Personen, die unter anderen Erkrankungen, chronischen Krankheiten oder einem sowieso sehr empfindlichen Immunsystem leiden, sollten sich bei einer Erkältung nicht impfen lassen. Gleiches gilt für:

  • Babys
  • Kinder
  • Ältere Menschen[3]

Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe