Halsschmerzen: Häufige Fragen

Halsschmerzen und Angina

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Eine Angina bezeichnet allgemein eine Entzündung des Halses. In den meisten Fällen steht sie für eine Entzündung der Gaumenmandeln (Tonsillen), also eine Mandelentzündung (Tonsillitis oder Angina tonsillaris). Deren Hauptsymptom sind neben Schluckbeschwerden, hohes Fieber (Pyrexie) und Abgeschlagenheit vor allem starke Halsschmerzen, welche die Betroffenen sehr belasten. Eine Entzündung des Halses wird in den meisten Fällen mit Antibiotika behandelt. Zusätzlich ist es für die Betroffenen meist erleichternd, mit Hausmitteln die Symptome zu lindern. Welche Hausmittel es gegen Halsschmerzen gibt, wie sie wirken und was es zu beachten gilt, wird im Weiteren näher beschrieben.

Hausmittel gegen Halsschmerzen und Angina

Neben der allgemeinen medikamentösen Behandlung durch den Haus- oder Hals-Nasen-Ohren-Arzt können Betroffene mit einer Angina auch verschiedene Hausmittel zur Symptomlinderung anwenden. Diese wären z. B.:

Honig

Honig zeigt durch seine allgemein entzündungshemmende Wirkung positive Effekte bei der Behandlung von Atemwegserkrankungen. Bei einer Angina empfiehlt es sich, ihn in Form von Honigmilch mit Zwiebel zu sich zu nehmen. Dazu wird eine kleine Zwiebel fein gehackt und mit einer Tasse Milch 5 Minuten leicht gekocht. Nachdem die Flüssigkeit auf Trinktemperatur abgekühlt ist, wird sie abgeseiht und ein Löffel Honig hinzugegeben. Anschließend kann die Mischung in kleinen Schlucken getrunken werden. Dieses Getränk kann zwei- bis dreimal täglich getrunken werden.

Gurgeln

Gurgeln hat keine wissenschaftlich nachgewiesene positive Wirkung bei einer Angina, allerdings auch keine negativen. Viele Betroffene berichten allerdings von einer Linderung der Halsschmerzen. Natürliche Lösungen zum Gurgeln sind z. B. Salbeiaufguss, Salbei-Kamillentee, Zitronen- oder Salzwasser, Ratanhia- oder Myrrhentinktur. Damit sollte alle ein bis zwei Stunden gegurgelt werden. Die meisten Mittel zum Gurgeln können fertig angesetzt in Apotheken erworben werden. Am besten ist jedoch meist die frisch hergestellte Variante. Salbeitee kann z. B. leicht selbst hergestellt werden, indem fünf bis sechs Salbeiblätter in einer Tasse mit kochendem Wasser überbrüht werden. Sobald die Flüssigkeit abgekühlt ist, kann sie zum Gurgeln eingesetzt werden.[1]

Halswickel

Halswickel können sowohl in kalter als auch warmer Form angewendet werden. Kalte Wickel haben eher eine schmerzstillende und warme Wickel aufgrund ihrer Durchblutungsförderung eher eine heilende Wirkung. [2] Der Erkrankte sollte selbst entscheiden, welche Variante ihm besser bekommt. Bewährt haben sich Quarkwickel. Sie werden aus einem mit zimmerwarmem Quark bestrichenen Leinentuch hergestellt. Das Tuch wird mit der bestrichenen Seite zur Haut hin um den Hals gewickelt und von einem weiteren Tuch bedeckt.[3] Halswickel können zwei- bis dreimal täglich angewendet werden.[4]

Meerrettich

Meerrettich ist ursprünglich ein russisches Hausmittel und zeichnet sich durch seine antibakterielle Wirkung aus. Ein Esslöffel geriebene Meerrettichwurzel wird mit einem Teelöffel Honig und einem Teelöffel Nelken in ein Glas warmes Wasser gegeben und alles gut umgerührt. Die Lösung sollte in kleinen Schlucken getrunken und zwischendurch immer wieder umgerührt werden. Wichtig: Die Nelken nicht mit verzehren.[5] Diese Mischung kann bis zu dreimal täglich getrunken werden.[6]

In den meisten Fällen bessern sich Entzündungen des Halses nach etwa 1 bis 2 Wochen.

Zu beachten

Ein besonderes Risiko, an einer Entzündung des Halses zu erkranken, haben in der Regel Personen mit einem geschwächten Immunsystem, wie Kinder oder ältere Menschen. Neben dem erhöhten Infektionsrisiko ist hier auch ein schwerer Krankheitsverlauf möglich. Deswegen sollte bei einer Angina ein Arzt zurate gezogen werden. In den meisten Fällen verläuft eine Angina aber ohne Komplikationen und klingt nach wenigen Wochen ab. Hält sie allerdings länger als 3 Monate an, sollte mit einen Arzt Rücksprache gehalten werden, da es sich dann um eine chronische Erkrankung handeln kann.[7] Bei dem Gebrauch von Hausmitteln sollten Unverträglichkeiten gegen die verwendeten Inhaltsstoffe beachtet und im Zweifelsfall die Anwendung unterlassen werden.


Behandlungsmöglichkeiten bei Halsschmerzen