Halsschmerzen: Häufige Fragen

Cannabis gegen Halsschmerzen

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Halsschmerzen sind ein Symptom bei verschiedenen Erkrankungen. Sie können außerdem durch externe Reizstoffe oder Allergien ausgelöst werden. Gegen Halsschmerzen gibt es eine Reihe von Behandlungsmöglichkeiten – Cannabis gehört allerdings nicht dazu. Es kann sich im Gegenteil eher schädlich auswirken.

Wie Cannabis wirkt, warum es Halsschmerzen verstärken kann und welche Behandlungsmethoden alternativ gewählt werden können, zeigt der folgende Text.

Fakten zum Thema

Halsschmerzen werden in den allermeisten Fällen durch Infektionskrankheiten wie eine Grippe oder eine Erkältung verursacht. Außerdem können Halsschmerzen bei chronischen Entzündungen auftreten. Sie können auch durch externe Faktoren wie Staub, Chemikalien oder Gase verursacht werden, ebenso wie durch Allergien, zum Beispiel gegen Pollen oder Tierhaare.

Halsschmerzen können auf unterschiedliche Art behandelt werden. Dass Cannabis gegen Haschmerzen hilft, ist jedoch eher ein Mythos, anstatt eine wissenschaftlich belegte Tatsache.[1]

Biologischer Zusammenhang

Vor allem bei Erkältungssymptomen, welche die oberen Atemwege betreffen, ist der Gebrauch von Cannabis eher schädlich. Normalerweise erfolgt eine körpereigene Reinigung der Atemwege durch Flimmerhärchen, die auf den Schleimhäuten sitzen. Die Funktion der Flimmerhärchen wird allerdings durch den Rauch vermindert, was zu längerem Verbleiben der Erreger im Körper führt und damit das Abheilen der Erkältung verlangsamt.

Cannabis hat aber in der Medizin andere Wirkungen, die derzeit noch erforscht werden. Über bisher noch ungeklärte Mechanismen hat Cannabis eine Wirkung im zentralen Nervensystem über Cannabinoidrezeptoren. Es lindert Schmerzen und wird so zur Schmerztherapie bei chronischen und Tumorschmerzen eingesetzt. Außerdem wirkt es appetitanregend und wird bei starkem, ungewolltem Gewichtsverlust (Waisting-Syndrom) im Rahmen einer Grunderkrankung wie HIV-Infektion oder Tumorleiden verwendet.

Zusätzlich wirkt es auch gegen medikamenteninduzierte Übelkeit und Erbrechen (antiemetisch) im Rahmen einer Chemotherapie bei der Krebsbehandlung.[2][3]

Tipps

Allgemein wird der Gebrauch von Cannabis als schädlich bewertet. Je nachdem, in wie großen Dosen und wie oft es geraucht wird, hat Cannabis auch schädigende Wirkungen im Gehirn und auf die psychische Verfassung. Cannabis sollte also ausschließlich ,wenn auch selten verwendet, zum medizinischen Gebrauch herangezogen werden.

Ähnlich wie der Rauch beim Cannabisrauchen wirkt übrigens auch der normale Zigarettenrauch. Auch er kann die Flimmerhärchen beeinträchtigen und so bei einer Erkältung die Symptome verschlimmern und die Erkrankungsdauer verlängern.

Gegen Halsschmerzen gibt es einige Alternativen:

  • Dampfbäder mit Kamillenblüten
  • Inhalationen mit Kochsalz
  • Hustensirup beispielsweise aus Zwiebeln
  • Lutschbonbons
  • Halswickel
  • Heiße Kräutertees[4]

Behandlungsmöglichkeiten bei Halsschmerzen