Halsschmerzen: Häufige Fragen

Hausmittel gegen Halsschmerzen u. Schnupfen

© PantherMedia / Attila Barabas

Vor allem während der Winterzeit leiden Menschen häufig an Halsschmerzen (Pharyngitis) und Schnupfen (Rhinitis). Halsschmerzen und Schnupfen sind klassische Symptome einer Erkältung (grippaler Infekt, österreichisch Verkühlung) und treten auch im Rahmen einer echten Grippe (Influenza) auf.

Im Folgenden werden vier Hausmittel vorgestellt, die dabei helfen Halsschmerzen und einen Schnupfen effektiv zu bekämpfen.

Hausmittel gegen Halsschmerzen und Schnupfen

Im Rahmen einer Erkältung oder auch einer Influenza verheilen diese Symptome im Allgemeinen im Laufe von etwa 2 Wochen von selbst. Da es sich sowohl bei einer Influenza als auch bei einem grippalen Infekt zumeist um eine viral ausgelöste Erkrankung handelt, steht vor allem die Behandlung der symptomatischen Beschwerden im Vordergrund. Für diese stehen sowohl klassische Arzneimittel als auch Hausmittel zur Verfügung. Diese können auch in Kombination verwendet werden.

Um die Erkältung oder Influenza schnell hinter sich zu bringen, ist es aber auch wichtig allgemeine Regeln einzuhalten. Der Körper benötigt viel Ruhe und Schlaf, um sich regenerieren zu können. Es ist wichtig viel zu trinken, vor allem wenn als Begleiterscheinung Fieber (Pyrexie) auftritt. Der Kontakt zu Mitmenschen sollte reduziert werden, um das Risiko einer zusätzlichen Infektion (Sekundärinfektion) zu minimieren und die Mitmenschen vor einer Übertragung der Erkrankung zu schützen. Eine regelmäßige Handhygiene und das Vermeiden von Hand-Gesicht-Kontaktkönnen helfen das Risiko einer Verbreitung der Viren zu reduzieren. So können zum Beispiel Bindehautentzündungen (Konjunktivitis) vermieden werden. Außerdem sollten sämtliche respiratorischen Sekrete (aus Nase und Mund) in Einwegtaschentücher aufgenommen werden und sofort entsorgt werden.Bei Halsweh wirkt Rettich-Honig und Gurgeln mit Salbeitee schleimlösend und antimikrobiell. Gegen Schnupfen helfen beispielsweise Majoranbutter und Kochsalz-Nasentropfen. Sie öffnen die Nase und es kann wieder frei durchgeatmet werden.

Rettich-Honig gegen Halsschmerzen

Zutaten:

  • 1 Rettich/Kren
  • qualitativ hochwertigen Honig
  • verschließbares Gefäß (z.B. ausgewaschenes Marmeladenglas)

Den Rettich mit einem Messer und einem Löffel aushöhlen und den Honig in Aushöhlung füllen. Anschließend den Honig für mehrere Stunden ziehen lassen. Den, mit Rettichsaft durchsetzten, Honig in ein verschließbares Gefäß füllen und mehrmals täglich 1 EL einnehmen. Rettich-Honig wirkt schleimlösend, hustenreizstillend und antimikrobiell.[1]

Gurgeln mit Salbeitee gegen Halsschmerzen

Zutaten:

  • 1 große Tasse
  • Salbei
  • heißes Wasser
  • Optional: 1/3 TL Salz, 1 EL Zitronensaft, 2 EL Apfelessig

Die stärkste Wirkung erhält man mit frischem Salbei, aber es kann auch getrockneter Salbei aus der Apotheke verwendet werden. 1 TL fein geschnittener Salbei wird mit dem heißen Wasser für 1 Tasse Tee aufgegossen. Frischer Salbei wird zwischen 1-3 Minuten ziehen gelassen und getrockneter Salbei 5-10 Minuten. Umso länger der Tee ziehen gelassen wird, desto intensiver schmeckt und wirkt der Tee. Zusätzlich kann auch entweder 1 EL Zitronensaft oder 2 EL Apfelessig oder 1/3 TL Salz zugegeben werden. Mehrmals täglich gurgeln. Das Gurgeln mit Salbeitee wirkt schleimlösend und antibakteriell.[1]

Majoranbutter gegen Schnupfen

Zutaten:

  • 20-30 mg frische Majoranblätter
  • frische, weiche Butter
  • 150 ml medizinischer Alkohol (aus der Apotheke)
  • 1 sauberes, verschließbares Gefäß (z. B. ausgewaschenes Marmeladenglas)

Am besten funktioniert dieses Rezept mit direkt vom Majoranstock gepflückten Majoranblättern. Diese werden gemeinsam mit dem medizinischen Alkohol in das verschließbare Gefäß gegeben und einige Tage stehen gelassen. Dadurch lösen sich die biologisch aktiven Substanzen im Alkohol und es entsteht ein Auszug. 1 EL dieses Auszugs mit 1 EL frischer, weicher Butter in einem Wasserbad verflüssigen und durch ein Tuch sieben. Die durchgesiebte Flüssigkeit in ein kleines Gefäß füllen und warten bis sie wieder fest wird. Anschließend großzügig unter die entzündete Nase reiben.Das verschließbare Gefäß mit dem Auszug immer verschlossen halten und aufbewahren, um nach Aufbrauchen der Majoranbutter wieder eine kleine Menge herstellen zu können. Es ist darauf zu achten, dass Kinder keinen Zugang zu dem Gefäß haben, da medizinischer Alkohol einen Alkoholgehalt von etwa 96 % hat. Biologisch aktive Substanzen, die aus Pflanzen gewonnen werden sind immer oxidationsanfällig (durch die Luft) und zersetzen sich leicht. Daher immer nur kleine Mengen herstellen und mit verschließbaren Gefäßen arbeiten, die vor Luft schützen. Majoranbutter wirkt schleimlösend, zusammenziehend und abschwellend bei Schnupfen.

Kochsalz-Nasentropfen gegen Schnupfen

Zutaten:

  • 1 L abgekochtes Wasser
  • 9 g Salz (Meer- oder Kochsalz)
  • 1 Fläschen mit Sprühaufsatz oder eine Pipette
  • Optional: 20 %ige Calendula-Essenz

Durch die Zugabe von 9 g Natriumchlorid (chemische Bezeichnung für Koch-/Meersalz) zu 1 L Wasser erhält man eine physiologische Kochsalzlösung. Diese entspricht in etwa dem Salzgehalt des menschlichen Blutes und ist daher auch gut für die Schleimhäute verträglich. Es ist wichtig, dieses Verhältnis so genau wie möglich zu erreichen, deshalb soll eine Küchenwaage für das Einwiegen des Salzes verwendet werden. Bei einer zu hohen Salzkonzentration kommt es zu einem schmerzhaften, unangenehmen Brennen in der Nase. Wenn die Konzentration zu niedrig ist, nimmt auch die Wirkung ab. Zusätzlich kann noch eine 20 %ige Calendula-Essenz im Verhältnis 1:9 (Calendula-Essenz : Salzlösung) zugegeben werden. Die Salzlösung kannmehrmals täglich entweder mit je 5 Tropfen über eine Pipette in die Nase getropft werden oder über ein Sprühfläschen mit je 2-3 Sprühstößen. Nach 2 Tagen sollte die Salzlösung erneuert werden. Die Kochsalz-Nasentropfen wirken schleimlösend und abschwellend. Feste Krusten in der Nase beginnen sich zu lösen und der Patient kann wieder freier durchatmen.

Zu beachten

Wenn Halsschmerzen mit hohem Fieber oder eitrigen Belägen auf den Gaumenmandeln einhergehen, sollte immer ein Arzt aufgesucht werden. Bei einem Schnupfen deutet gelber oder grüner Schleim auf eine bakterielle Infektion hin und der Einsatz von klassischen Arzneimitteln kann notwendig werden. Als Komplikation kann bei einem Schnupfen eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) oder eineMittelohrentzündung (Otitis media) entstehen. Es ist zu beachten, dass Schnupfennicht nur durch Erkältungen oder eine Influenza ausgelöst werden kann, sondern auch durch andere Faktoren (z. B. Allergie).[2]


Behandlungsmöglichkeiten bei Halsschmerzen