Halsschmerzen: Häufige Fragen

Halsschmerzen u. Kopfschmerzen – Was tun?

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Halsschmerzen und Kopfschmerzen treten häufig zusammen im Rahmen von Infekten wie z. B. einer Erkältung auf. Sie stellen Symptome der Erkrankung, keine eigenständigen Krankheitsbilder, dar. Dadurch verwinden sie auch meist mit Abklingen des Infektes von selbst. Bis zur vollständigen Genesung gibt es allerdings eine Reihe von Möglichkeiten, die Hals- und Kopfschmerzen zu lindern. Was tun gegen die Schmerzen? Um die Beantwortung dieser Frage geht es im Folgenden.

​Behandlung von Halsschmerzen und Kopfschmerzen

Hals- und Kopfschmerzen stellen zunächst keine bedenklichen Symptome dar. Sie treten bei einer Vielzahl von Infekten auf und klingen meist von selbst ab. Aber es gibt einige Hausmittel und Medikamente, die eine Linderung bewirken und die Genesung fördern.

Allgemeine Maßnahmen

Das Wichtigste ist es zunächst, viel zu trinken. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr bewirkt eine Verdünnung des Blutes, begünstigt damit die Durchblutung und die Sauerstoffversorgung der Körperzellen. Dadurch kann der Infekt besser bekämpft werden. Des Weiteren werden durch die Flüssigkeit die Schleimhäute des Rachens und der Atemwege befeuchtet, was die Halsschmerzen lindert. Weiterhin ist frische Luft für die Genesung aufgrund der besseren Sauerstoffversorgung förderlich. Während eines Infektes ist es wichtig, sich zu schonen und dem Körper Ruhe zu gönnen, damit dieser alle Kräfte für die Bekämpfung der Erkrankung aufbringen kann.[1]

Hausmittel/Anwendung

Verschiedene Hausmittel bewirken gezielt eine Linderung der Schmerzen und unterstützen zu den allgemeinen Maßnahmen die Genesung.

  • Coolpacks können den brummenden Schmerz im Kopf schnell lindern. Dazu wird einfach ein Gelkissen aus dem Kühlfach für etwa eine Minute auf die Stirn, die Schläfen oder in den Nacken gelegt und anschließend für drei Minuten wieder entfernt. Dieser Vorgang wird mehrmals wiederholt, bis eine Linderung der Schmerzen eingetreten ist. Diese Prozedur kann mehrmals täglich nach Bedarf angewendet werden.[2]
  • Honig weist eine entzündungshemmende und beruhigende Wirkung auf. Am besten wird er in Form von Honigmilch mit Zwiebel eingenommen. Dafür wird einfach eine Zwiebel fein gehackt und in etwa einer Tasse Milch für 5 Minuten leicht gekocht. Anschließend wird das Gemisch auf Zimmertemperatur heruntergekühlt und abgeseiht. Nun wird noch ein Löffel Honig hinzugegeben und alles in kleinen Schlucken getrunken. Die Honigmilch mit Zwiebel kann bis zu dreimal täglich angewendet werden.[3]

Medikamente/Anwendung

Sollten die Schmerzen zu stark sein oder die Hausmittel nicht anschlagen, gibt es eine Reihe möglicher Medikamente, die zur Schmerzlinderung eingesetzt werden können.

  • Ibuprofen ist ein Schmerzmittel, das zudem auch eine fiebersenkende sowie entzündungshemmende Wirkung ausweist. Es lindert somit nicht nur beide Arten von Schmerzen, sondern wirkt auch gegen deren Ursachen. Ibuprofen sollte nicht mit anderen Wirkstoffen wie Cortison kombiniert werden. Während einer Schwangerschaft oder bei vorausgegangenen entzündlichen Magen-Darm-Erkrankungen sollte die Einnahme nicht erfolgen; vor der Anwendung bei Kindern ist ein ärztlicher Rat einzuholen.[4] Der Wirkstoff ist in Präparaten wie Dolormin compact®, Boxagrippal® und Ibu 400® enthalten.
  • Paracetamol weist ebenfalls eine schmerzlindernde Wirkung auf, allerdings ohne die entzündungshemmende Wirkung von Ibuprofen. Es ist sehr verträglich; selten treten Nebenwirkungen wie Störungen der Blutbildung, allergische Reaktionen, Bauchschmerzen, Übelkeit (Nausea), ein Anstieg der Leberwerte oder eine Verkrampfung der Luftwege mit Atemnot (Dyspnoe) auf. Im Gegensatz zu Ibuprofen kann Paracetamol nach Absprache mit einem Arzt auch während einer bestehenden Schwangerschaft angewendet werden. Das Präparat sollte allerdings nicht zusammen mit Medikamenten, welche die Magenentleerung beeinflussen, eingenommen werden.[5]

Zu beachten

In der Regel sind Hals- und Kopfschmerzen unbedenklich. Sollten die Symptome allerdings nach mehr als einer Woche immer noch nicht von selbst abklingen, ist Rücksprache mit einem Arzt zu halten. Ebenfalls ist Vorsicht geboten, falls Symptome wie hohes Fieber (Pyrexie) hinzukommen. Bei der Anwendung der Hausmittel und Medikamente ist auf mögliche Unverträglichkeiten zu achten. Liegen Allergien gegen die Inhaltsstoffe vor, ist die Anwendung zu unterlassen.


Behandlungsmöglichkeiten bei Halsschmerzen