Halsschmerzen: Häufige Fragen

Halsschmerzen – warm oder kalt?

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Halsschmerzen lassen sich gut mit kalten Wickeln und warmen Getränken behandeln. Häufig wird die Frage gestellt, ob warm oder kalt bei Halsweh besser hilft? Kalte Wickel nehmen die Körperwärme auf, stauen diese und haben dadurch eine ähnliche Wirkung wie eine Wärmeanwendung. Des Weiteren entziehen sie dem Infektionsort die Entzündung. Schmerzlindernde Getränke sollten nicht zu heiß, aber auf jeden Fall warm zu sich genommen werden.[1]

Wie Kälte und Wärme genau bei Halsschmerzen helfen kann, soll im folgenden Text erörtert werden.

Medizinische Fakten und Wissenswertes

Bei Halsschmerzen liegt in den häufigsten Fällen eine Entzündung der Rachenschleimhaut (Pharyngitis) zugrunde. Es kommt zu häufigem Räusperzwang und zu Schluckbeschwerden (Dysphagie). Zur Behandlung können mehrere Hausmittel zum Einsatz kommen, in den meisten Fällen sind diese kalte Wickel und warme Getränke.

Kalte Halswickel (wärmeentziehend)

Ein kalter Halswickel hilft bei akuten Entzündungen des Rachenraums mit sehr starken Schluckbeschwerden und Schmerzgefühl. Er entzieht das Wärmegefühl durch die Entzündung und lindert die Symptome, zusätzlich kann er eine Verschlimmerung der Symptome verhindern. Ein wärmeentziehender Wickel sollte verwendet werden, wenn der Betroffene kalte Getränke als angenehm empfindet. Hergestellt wird er durch Verwendung von Quark oder Leinsamen, welche die Körperwärme sehr gut entziehen können.[2]

Kalte und warme Halswickel (wärmeerzeugend)

Kalte wärmeerzeugende Wickel wirken dadurch, dass sie die betroffene Stelle erwärmen und die Durchblutung in dem Bereich fördern. Er nimmt die Körperwärme auf, staut diese dann und ermöglicht dadurch einen Effekt wie eine Wärmebehandlung. Diese Art von Wickel wird oft angewendet, wenn die Entzündung schon einige Tage vorliegt. Zur Herstellung wird einfach ein Leinentuch mit kaltem Wasser getränkt und danach gut ausgedrückt.[3]

Warme Halswickel wirken genau wie wärmeerzeugende Wickel, werden aber in den Fällen verwendet, wenn der Betroffene nicht genug Eigenwärme produziert oder fröstelt. Diese Art der Wickel ist bei Kindern sehr zu empfehlen. Statt mit kaltem Wasser wie beim wärmeerzeugenden Wickel, wird das Leinentuch mit lauwarmen getränkt und danach aufgelegt, solange es noch nass ist (aber nicht mehr tropft).[4]

Warme Getränke gegen Halsschmerzen

Bei Getränken, die gegen die Halsschmerzen helfen sollen, muss darauf geachtet werden, dass das Getränk nicht zu heiß, trotzdem aber warm ist. Zu heiße Getränke können die schon entzündende Rachenschleimhaut weiter irritieren und die Schmerzen somit verstärken. Warme Flüssigkeiten weiten die Blutgefäße in der betroffenen Region und fördern dadurch die Durchblutung. Das Immunsystem arbeitet bei höheren Temperaturen effektiver und gelangt durch den besseren Blutfluss schneller zu dem infizierten Bereich. Kalte Getränke sorgen zwar kurzzeitig für eine leichte Betäubung der Schmerzen im Hals, ziehen aber die Blutgefäße zusammen und wirken sich dadurch negativ auf die Immunreaktion aus.[5]


Behandlungsmöglichkeiten bei Halsschmerzen