Halsschmerzen: Häufige Fragen

Halsschmerzen u. Schleim – Was hilft?

© PantherMedia / artono9

Halsschmerzen treten häufig im Rahmen von Atemwegserkrankungen auf. Durch die Entzündungen in den Atemwegen wird zudem vermehrt Schleim gebildet, welcher die Schmerzen begleitet. Zur Linderung der Schmerzen kann zum einen der Schmerz gestillt sowie der Abtransport des Schleims gefördert werden. Was hilft gegen Halsschmerzen und Schleim? Was tun bei Halsschmerzen? Um die Beantwortung dieser Fragen geht es im Weiteren.

Behandlung bei Halsschmerzen und Schleim

Die Halsschmerzen werden durch Reizungen in den Atemwegen aufgrund der infektbedingten Entzündungen hervorgerufen. Eine Linderung der Schmerzen kann durch die Beruhigung der Reizung sowie Bekämpfung der Entzündung erreicht werden.

Allgemeine Maßnahmen

Zur Förderung der Genesung ist es ratsam, Bettruhe einzuhalten und dem Körper so die Ruhe für die Bekämpfung des Infektes zu bieten. Zudem sollten sportliche Aktivitäten vermieden werden. Der Betroffene sollte sich in warmen Räumen mit einer ausreichenden Luftfeuchtigkeit aufhalten. Die eingeatmete warme und feuchte Luft wirkt beruhigend und pflegend auf die Schleimhäute. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr in Form von Wasser oder warmen Tees weist ähnliche Effekte auf, zudem wird dadurch der Schleim gelöst.[1]

Hausmittel/Anwendung

Zusätzlich können Hausmittel zur Schmerzlinderung eingesetzt werden.

Honig: Honig weist eine entzündungshemmende Wirkung auf. Bei Halsschmerzen ist es ratsam, ihn in Form von Honigmilch mit Zwiebel zu sich zu nehmen. In Zwiebeln sind schwefelhaltige Verbindungen, ätherische Öle und Flavonoide enthalten, dadurch wirken sie entzündungshemmend, schleimlösend sowie keimtötend.[2] Dazu eine kleine Zwiebel fein hacken und mit einer Tasse Milch fünf Minuten leicht kochen. Nachdem das Gemisch auf Trinktemperatur abgekühlt ist, abseihen und einen Löffel Honig hinzugeben. Die Mischung im Anschluss in kleinen Schlucken trinken. Das Getränk kann zwei- bis dreimal täglich getrunken werden.[3]

Kartoffelwickel: Diese lindern die Schmerzen durch Wärmezufuhr. Zudem fördern sie die Lösung des festsitzenden Schleims. Dazu wird eine gekochte Pellkartoffel zerstampft und in ein Tuch gewickelt. Dieses wird um den Hals gelegt und mit einem weiteren Tuch oder Schal umhüllt. Auch diese Anwendung kann mehrmals täglich erfolgen und nach Bedarf andauern.[4]

Medikamente

Außerdem können zur Linderung des Schmerzes sowie zur Lösung des Schleims gezielt verschiedene Medikamente eingesetzt werden.

Ibuprofen: Dieser Wirkstoff weist schmerzstillende und entzündungshemmende Effekte auf, er lindert neben den auftretenden Schmerzen auch direkt die Entzündung der Schleimhäute. Nebenwirkungen können Übelkeit (Nausea), ein Völlegefühl, Sodbrennen, Magenschmerzen, Durchfall (Diarrhoe), Verstopfung, eine Magenentzündung oder Kopfschmerzen (Cephalgie) sein.[5] Die Einnahme sollte bei entzündlichen Magen-Darm-Erkrankungen, während der Schwangerschaft und Stillzeit sowie in Kombination mit Wirkstoffen wie Cortison nicht erfolgen. Vor der Anwendung bei Kindern sollte ein Arzt befragt werden.[6] Ibuprofen ist z. B. in Boxagrippal, Ibu 400 Akut und Ibubeta 400 akut enthalten.

Ambroxol: Dieser Wirkstoff weist schleimlösende Effekte auf und wird dadurch im Rahmen von Atemwegserkrankungen alsHustenlöser eingesetzt. Der Husten dient dabei dem Abtransport des Schleims. Ambroxol ist sehr verträglich, in seltenen Fällen können allerdings Magen-Darm-Beschwerden oder allergische Reaktionen auftreten. Die Einnahme sollte bei Unverträglichkeiten, vorliegenden Nieren- oder Lebererkrankungen, in der Schwangerschaft und Stillzeit sowie in Kombination mit Hustenstillern sollte nicht erfolgen.[7] Ambroxol ist z. B. in AmbroHEXAL, Ambrobeta und Ambroxol AL enthalten.

Zu beachten

In der Regel bessern sich Halsschmerzen mit dem Abklingen der zugrunde liegenden Erkrankung nach einigen Tagen von selbst. Sollte jedoch nach mehr als einer Woche keine Besserung auftreten, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Auch bei Schwangeren oder Kindern ist es empfehlenswert, bei einem Infekt Rücksprache mit einem Arzt zu halten. Kommen weitere Symptome wie Fieber (Pyrexie) hinzu, sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden. Bei der Anwendung von Hausmitteln und Medikamenten ist auf Unverträglichkeiten zu achten und ggf. die Anwendung zu unterlassen.


Behandlungsmöglichkeiten bei Halsschmerzen