Schnupfen: Im Alltag

Dauerschnupfen (im Winter)

Schnupfen (Rhinitis) tritt besonders während der Wintermonate gehäuft auf. Die Betroffenen klagen über Geruchsverlust, Atemnot (Dyspnoe) und Müdigkeit. Meist ist Schnupfen nur eine von mehreren Begleiterscheinungen einer Erkältung (grippaler Infekt) oder Grippe (Influenza), er kann jedoch auch andere Ursachen haben. Im Normalfall klingt die Erkrankung im Laufe einer Woche wieder ab, doch manche Menschen leiden den ganzen Winter unter Dauerschnupfen. Dies wird dann zu einer Belastung im Alltag, vor allem für Berufstätige. Welche Ursachen Dauerschnupfen haben kann, wird im Folgenden erläutert.

Ursachen für Dauerschnupfen

Die häufigste Ursache für Schnupfen ist eine Erkältung. Hierbei wird durch Viren eine akute Nasenschleimhautentzündung hervorgerufen. Die Erkrankung beginnt in der Regel mit einer juckenden Nase, Niesen und wässrigem, klarem Ausfluss. Bei ungenügender Behandlung kann sich die Entzündung auf die Nasennebenhöhlen ausweiten. Durch eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) sind die Schleimhäute stark angeschwollen und sondern grün-gelbliche, eitrige Sekrete ab, die Auslöser für Dauerschnupfen sein können [1]. Außerdem treten begleitende Symptome auf, wie Kopfschmerzen (Cephalgie) und manchmal Fieber (Pyrexie).

Weitere Ursachen für Dauerschnupfen sind Allergien. Besonders im Frühling, wenn der Pollenflug beginnt, aber auch im Winter z. B durch Hausstaubmilben oder Tierhaare gibt es zahlreiche Betroffene. Circa 15–20 % aller Deutschen werden dann von einer juckenden Nase und tränenden Augen geplagt. Wenn die Ursachen nicht hinreichend bekämpft werden, kann es zu Dauerschnupfen kommen [2].

Behandlungen von Dauerschnupfen

Ursache Erkältung:

Hausmittel: Solange die Nasennebenhöhlen noch nicht betroffen sind, helfen bei Schnupfen Inhalationen mit ätherischen Ölen. Außerdem ist eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr hilfreich, da die Schleimhäute auf diese Weise feucht gehalten werden und der Schleim gelöst werden kann [3].

Anwendung: Falls kein Inhalationsgerät vorhanden ist, können heißes Wasser und die gewünschten ätherischen Öle, z. B. Kamille (wirkt entzündungshemmend), in eine Schüssel gegeben und die Dämpfe eingeatmet werden. Dabei sollte beachtet werden, dass das Wasser nicht zu heiß ist, damit keine Verbrennungen entstehen. Nach dem Einatmen sollte die Luft für 10–15 Sekunden angehalten werden, damit die Dämpfe in den Bronchien wirken können [4].

Wirkstoffe: Nasentropfen mit Sympathomimetika (wirken auf einen Teil des Nervensystems) wirken abschwellend. Medikamente mit diesen Wirkstoffen sind z. B. Ellatun Nasenspray, Nasivin oder Olynth. Außerdem werden oft Kochsalzlösungen zur Befeuchtung der Schleimhaut und pflegende Nasensalben mit Inhaltsstoffen wie Vitamin A und Vitamin E verwendet. Kamillenöl bekämpft Bakterien und wirkt so entzündungshemmend. Außerdem wird ihm eine schmerzlindernde und fiebersenkende Wirkung zugesprochen [5].

Therapie: Sollte der Schnupfen nach einer Woche nicht abgeklungen sein, sollten die Betroffenen einen Arzt aufsuchen, da es sein kann, dass die Entzündung auch die Nasennebenhöhlen betrifft. Falls durch Bakterien eine eitrige Entzündung entstanden ist, kann ein Arzt das passende Antibiotikum verschreiben oder eine Nasenspülung vornehmen um Stauungen zu beseitigen [6].

Ursache Allergie:

Hausmittel: Auch bei durch Allergien ausgelöstem Schnupfen helfen Inhalationen mit ätherischen Ölen oder Dill- und Fenchelöl, da diese die Schleimhäute beruhigen und abschwellen lassen. Außerdem ist es häufig hilfreich, sich die Haare vor dem Schlafengehen zu waschen, da sich darin z. B. Pollen verfangen können.

Wirkstoffe: Es werden Sympathomimetika in Nasentropfen verwendet, um ein Abschwellen der Schleimhaut zu erreichen (s. o.). Fenchelöl wirkt antibakteriell und schleimlösend [7].

Therapie: Sollten die Hausmittel keine Erleichterung bringen, hilft die Medikamentengabe von Antihistaminika (hemmen Histamin, einen körpereigenen Botenstoff, der die allergischen Reaktionen hervorruft) oder eine Hyposensibilisierung. Bei Letzterer soll sich die körpereigene Abwehr an die Allergen-Wirkung der allergieauslösenden Stoffe „gewöhnen“ und eine Toleranz aufbauen. Dazu wird dem Betroffenen das Allergen in ansteigenden Dosierungen zugeführt. Die Behandlung kann bis zu 3 Jahre dauern [8].

Zu beachten

Wenn begleitend mit eitrigem Schnupfen starke Gesichts- und Kopfschmerzen auftreten, sollte bereits vor dem Ablauf einer Woche ein Arzt aufgesucht werden, da sich eine Infektion der Nasennebenhöhlen auch auf das Gehirn ausbreiten kann. Bei Inhalationen sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass das verwendete Wasser nicht zu heiß ist, sodass die Entstehung von Verbrennungen ausgeschlossen wird. Um die Ansteckungsgefahr zu verringern, sollte auf Hygiene geachtet werden. Die Hände sollten mehrmals täglich gewaschen und die Schleimhäute (Augen, Mund) sollten nicht berührt werden, damit keine Viren eindringen können. Frische Luft ist gesund, vor allem im Winter, wenn die Schleimhäute durch die trockene Heizungsluft gereizt und ausgetrocknet sind.


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen