Schnupfen: Im Alltag

Schnupfen und Sauna?

© PantherMedia / Kirill Ryzhov

Die Sauna wird oft als Heilmittel bei Verspannungen, Stress und auch bei Erkältungen (grippaler Infekt, Verkühlung) empfohlen. Die Wärme und der Aufguss mit verschiedenen Zusätzen wirken auf den Körper entspannend. In bestimmten Situationen sollte allerdings auf den Saunabesuch verzichtet werden.

Was passiert in der Sauna mit dem Körper? Wie unterstützt die Sauna die Abwehrkräfte? Und wann sollte auf den Saunabesuch verzichtet werden? Diese Fragen sollen im Folgenden geklärt werden.

Medizinische Fakten

Beim Saunieren wird der Körper einerseits sehr hohen Temperaturen, andererseits aber auch einem raschen Temperaturwechsel ausgesetzt. Diese Kombination stärkt die Abwehrkräfte, indem der Körper an einen schnellen Temperaturwechsel gewöhnt wird. Studien haben gezeigt, dass Menschen, die regelmäßig in die Sauna gehen, seltener erkältet sind.[1],[4]

Bei einer vorliegenden Erkältung hängt es von dem Ausmaß der Beschwerden ab, ob sich ein Saunabesuch weiterhin empfiehlt. Geübte Saunagänger können auch bei ersten Anzeichen für eine Erkältung, einem leichten Frösteln oder einem Kratzen im Hals, noch in die Sauna gehen. Besteht lediglich ein leichter Schnupfen, kann sich ein Saunabesuch sogar positiv auf die Heilung auswirken. Zu hohe Temperaturen und ein starker Temperaturwechsel von heiß zu kalt sollten aber vermieden werden. Auch die Eisdusche nach der Sauna sollte lieber durch eine lauwarme Dusche ersetzt werden.[2]

Biologischer Zusammenhang

Bei einem leichten Schnupfen wirkt die heiße und feuchte Luft in der Sauna auf den Körper ähnlich wie ein Dampfbad. Die Schleimhäute werden befeuchtet und die Bronchien entkrampft. Bei einem ausgeprägten Schnupfen (Rhinitis) sollte auf einen Saunagang verzichtet werden. Der Körper verliert durch das Schwitzen viel Wasser und wichtige Nährstoffe. Entgegen der häufig geäußerten Meinung ist es auch nicht möglich, Krankheitserreger auszuschwitzen. DasImmunsystem, dass durch den Schnupfen sowieso schon verstärkt arbeiten muss, könnte durch den Saunabesuch überlastet werden. Zusätzlich wird der Kreislauf verstärkt beansprucht. Bei Betroffenen, die nicht an diese zusätzliche Kreislaufbelastung beim Saunieren gewöhnt sind, kann dies im Extremfall zu einem Kreislaufzusammenbruch führen. [3]

Zu beachten

Zusätzlich zu einem ausgeprägten Schnupfen können weitere Symptome auftreten. Spätestens, wenn sich folgende Symptome zeigen, sollte auf den Saunabesuch verzichtet werden:

  • Allgemeine Abgeschlagenheit
  • Fieber
  • Kopf- und Gliederschmerzen[5]

Bei einer Erkältung können Viren (seltener auch Bakterien) eine Rolle spielen. In einem solchen Fall muss zusätzlich darauf geachtet werden, dass eine Ansteckungsgefahr in der Sauna besteht.

Ergänzend zu regelmäßigen Saunagängen sollte das Immunsystem aber auch durch eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und einen gesunden Lebensstil gestärkt werden. Nur Saunagänge allein reichen nicht aus, um Schnupfen vorzubeugen.


Behandlungsmöglichkeiten bei Schnupfen