Erkältung: Anwendungen

Massage bei Erkältung?

© PantherMedia / Andriy Popov

Generell können bei einer Erkältung nur die Erkältungssymptome behandelt oder das Immunsystem beim Bekämpfen der Infektion unterstützt werden. Eine Massage kann bei einem leichten grippalen Infekt Linderung verschaffen.[1] Im Folgenden sollen die Wirkungsweise, die Anwendung und Dosierung besprochen und allgemeine Hinweise zu Massagen bei Erkältung gegeben werden.

Wirkungsweise (Biologischer Prozess)

Folgende Symptome sind für eine Erkältung charakteristisch: [2]

  • Husten (Tussis)
  • Schnupfen (Rhinitis)
  • Halsschmerz (Pharyngitis)
  • Heiserkeit (Dysphonie)
  • Gliederschmerzen
  • Angeschlagenheit

Die Symptome einer leichten Erkältung, vor allem die Gliederschmerzen, können durch eine Massage gelindert werden. Bei einer Massage handelt es sich um eine manuelle Behandlungstechnik, die ihre Wirkung durch mechanische Reize an Haut und Muskulatur entfaltet.[3] Die Massage sorgt für eine bessere Durchblutung des Körpers. Eine intakte Durchblutung ist essentiell für den Körper, da sie die Versorgung mit Nährstoffen und Sauerstoff sicherstellt.[4] Des Weiteren wird dadurch auch das Immunsystem gestärkt und bei der Bekämpfung der Erkältungsviren unterstützt. [5]

Anwendung und Dosierung

Optimal ist eine Massagedauer von 20-25 min. Dabei können unterschiedliche Techniken angewandt werden. Im Einvernehmen von Physiotherapeut und Patient kann ein Therapieplan erstellt werden. Folgende Massagetechniken sind dabei möglich: [6]

  • Streichung (Effleurage)
  • Knetung (Petrissage)
  • Reibung (Friktion)
  • Vibration
  • Klopfung (Tapotement)

Zudem gibt es bestimmte Punkte, an denen Meridiane (energetische Leitbahnen, die auch zur Akkupunktur genutzt werden) im Körper zusammenlaufen und die damit ideal für eine Massage gegen eine Erkältung geeignet sind:[7]

Lage Wirkung
Auf dem Dornfortsatz des 7. Halswirbels Auflösen von Blockaden, hilfreich bei Fieber, Übelkeit, Kraftlosigkeit und Erbrechen
Vertiefungen am höchsten Punkt der Schulter Hilfreich bei Frösteln, Nacken- und Schulterschmerz, Abgeschlagenheit
Innenseite des Unterarms, 1,5 Daumen unter dem Handgelenk, zwischen Sehne und Knochen Hilfreich bei Hustenreiz, Asthma, Kopfschmerz
Beidseitig am unteren Rand des Nasenflügels Macht die Nase frei
Zwischen Daumen und Zeigefinger (Beide Finger müssen der Länge nach gegeneinander gedrückt werden, auf dem höchsten entstandenen Punkt muss massiert werden) Hilfreich bei Schnupfen, Fieber, Kopfweh, Nervosität, Schlafstörungen, Zahnschmerz, Steigerung der Abwehrkraft
Knochenbögen über und unter den Augen

Hilfreich bei Schnupfen, getrübter Sicht, Augenrötung und -druck

Zu beachten:

Eine Massage sollte nur bei Gliederschmerzen oder einer leichten Erkältung zum Einsatz kommen, da sie zusätzlichen Stress für den Körper bedeutet und bei einem starken grippalen Infekt vermieden werden sollte, um dem Körper und dem Immunsystem genug Energie für die Bekämpfung der Erreger zur Verfügung zu stellen.[8]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung