Erkältung: Wiki

Krankenstand durch grippalen Infekt

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Je nach Ursache der Erkältung (grippaler Infekt, österreichisch Verkühlung) und nach gesundheitlicher Veranlagung des Betroffenen wirkt sich eine Erkältung unterschiedlich schwer aus.

Wie sich eine Erkältung auswirkt, was der Krankenstand ist wie Erkältung und Krankenstand zusammenhängen, soll im Folgenden erklärt werden.

Medizinische Fakten

Eine Erkältung wird durch Viren oder Bakterien ausgelöst. Diese befallen die Schleimhäute im Hals-Nasen-Rachen-Raum. Hier vermehren sie sich und lösen lokale Entzündungsreaktionen aus. Dadurch kommt es zu Symptomen wie Schnupfen (Rhinitis), Husten (Tussis) und Heiserkeit (Dysphonie).

Eine Erkältung wirkt sich bei jedem Menschen unterschiedlich stark aus. Ansonsten gesunde Menschen können einen leichten Infekt problemlos verkraften und fühlen sich lediglich etwas schlapp für einige Tage. Personen, die sowieso unter einem geschwächten Immunsystem oder an anderen Erkrankungen leiden, trifft eine Erkältung meist etwas stärker. Durch die doppelte Belastung ist der Körper schnell überfordert. So kann es bei einer Erkältung durchaus vorkommen, dass Betroffene nicht zur Arbeit gehen können – dann fallen sie in den sogenannten Krankenstand.[1]

Erklärung zum Krankenstand

Der Krankenstand gibt die Erkrankungszeiten von Berufstätigen bzw. von abhängig Beschäftigten an. In der Regel setzt er den Anteil der Erkrankungszeit in Bezug zu der Beschäftigungs- oder Arbeitszeit.

Dies kann an einem Beispiel verdeutlicht werden: Melden sich an einem Tag 44 von 1000 Beschäftigten krank, so beträgt der Krankenstand an diesem Tag 44/1000 = 4,4 %.

Laut DAK lag der Krankenstand der erwerbstätigen Versicherten 2013 bei 4,0 %. Das bedeutet, dass 2013 an jedem Tag im Durchschnitt 4 von 100 Personen krankgeschrieben waren. Bei der Ermittlung des Krankenstands werden aber alle Krankheiten berücksichtigt. Das bedeutet, dass nicht alle Krankmeldungen durch eine Erkältung bedingt waren. Der Wert für Erkältungskrankheiten (Schnupfen, Husten, Lungenentzündung) lag hierbei bei 17,3 Prozent und damit auf Platz Zwei. [2]

Wissenswertes

Im Jahr 2013 war der Krankenstand so hoch wie schon lange nicht mehr. Dies wurde auf eine Erkältungswelle Anfang des Jahres zurückgeführt. Experten schätzen jedoch, dass immer mehr Menschen aufgrund von seelischer Erschöpfung bei der Arbeit ausfallen. Die Vermutungen gehen so weit, dass Symptome einer Erkältung gar nicht mehr unbedingt durch Viren ausgelöst sein müssen. Sie können auch durch seelische Überanstrengung, Stress und Überforderung bei der Arbeit verursacht werden. Für das Problem, dass immer mehr Arbeitnehmer pro Tag ausfallen, was erhebliche wirtschaftliche Einbußen mit sich zieht, gibt es bis heute keine Lösung.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung